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1 (1925) Das Bild der Antike bei den Deutschen
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Scipio war zur Schlacht entschlossen und zog ihm entgegen. In der Nähe vonZama dem westlichen Ort dieses Namens, später als Bestandteil des numi-dischen Reiches Zama regio genannt kommen die Heere in Fühlung.Die militärische Lage hatte sich gegen den Beginn des Krieges völlig umge-kehrt. Damals legte Hannibal dem Gegner das Gesetz auf, jetzt der Römer.Scipio trug sein Siegesbewußtsein offen zur Schau: die aufgegriffenen SpioneHannibals ließ er nicht hinrichten, sondern zeigte ihnen sein ganzes Lager undsandte sie zurück. Die Wirkung blieb nicht aus: Hannibal bat um eine Unter-redung, um vielleicht doch noch ein günstiges Abkommen zu erreichen. Scipiorückte nach der Vereinigung mit Massinissa bis zu einem Hügel vor, der ihmeine günstige Wasserversorgung ermöglichte; Hannibal dagegen, der bis auffünf Kilometer heranrückte, hatte darin mit großen Schwierigkeiten zu kämp-fen. Dann gewährte Scipio die Unterredung. Aber natürlich konnte sie zunichts führen: Scipio erklärte, daß das Angebot, Karthago wolle sich aufAfrika beschränken und auf alle überseeischen Besitzungen verzichten, zuspät komme, wo er jetzt siegreich in Afrika stehe; nachdem Karthago denFrieden schmählich gebrochen habe, bleibe ihm nur die Wahl, entweder sichbedingungslos zu unterwerfen oder noch einmal das Schlachtenglück zu ver-suchen.

Am nächsten Tage, etwa im Mai 202, kam es zur Schlacht. Auch taktischhatten sich die Verhältnisse in ihr Gegenteil verwandelt. Denn die Überlegen-heit an Reiterei war jetzt, dank den Numidern, auf römischer Seite; das römi-sche Heer war jetzt gleich der Kerntruppe Hannibals ein Veteranenheer, unddurch die inzwischen in Scipios spanischen Kriegen erreichte Entwicklungkonnte seine Überlegenheit im Gefecht zu voller Wirkung gelangen. Aller-dings war Hannibals Armee, insgesamt etwa gegen 50 000 Mann, an Zahlwesentlich stärker als die Scipios (einschließlich der Reiterei und der numi-dischen leichten Truppen etwa 30000). Aber Hannibal wußte, daß er sichnur auf seine Veteranen, etwa 15 000 Mann, verlassen könne, und daß seineReiterei den Gegnern erliegen müsse. So hat Hannibal seine Taktik völlig ge-ändert; auch er übernahm jetzt die römische Aufstellung in drei Treffen. Indas erste stellte er, gedeckt durch 70 Elefanten, die 12 000 teils durch Mago,teils durch Hasdrubal Gisgo geworbenen Söldner, ins zweite das etwa ebensostarke, militärisch fast unbrauchbare Aufgebot der Karthager und Libyer, aufdie Flügel die Reiterei. Das dritte Treffen dagegen, die Veteranen, hielt erbeim Vorrücken in ihrer Stellung am Abhang eines Hügels zurück. Die Ab-sicht war, die Römer durch die Elefanten und die beiden ersten Treffen, derenNiederlage er voraussehen mochte, nach Möglichkeit mürbe zu machen unddann mit den intakten Kräften der Veteranen den entscheidenden Stoß zuführen. Demgemäß entwickelte sich die Schlacht. Die Elefanten konntenwenig Schaden anrichten, da sie von den ausgeschwärmten Leichtbewaff-neten in die breiten Gassen gejagt wurden, die Scipio dafür zwischen seinenManipeln gebildet hatte; die karthagische Reiterei wurde auf beiden Flügelnvon Laelius und Massinissa geworfen. Das erste Treffen, wie die Römer mitSchwertern bewaffnet, wehrte sich tapfer, mußte aber schließlich dem An-drängen der Manipel weichen; das zweite dagegen, die Bürgerwehr, versagte

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