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1 (1925) Das Bild der Antike bei den Deutschen
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diesen vor; es entspann sich das blutigste Handgemenge zwischen den edlenPersern, die ihren König verteidigten, und den makedonischen Rittern, die ihrKönig führte; es fielen Arsames, Rheomithres, Atizyes, der ägyptische SatrapSabakes; Alexander selbst wurde im Schenkel verwundet; desto erbitterterkämpften die Makedonen; dann wandte Dareios seinen Wagen aus dem Ge-tümmel, ihm folgten die nächsten Reihen, die links gegen die Höhe empor-geschobenen; bald war hier die Flucht allgemein. Die Paionen, die Agrianer,die beiden Ilen des äußersten makedonischen Flügels stürzten sich von rechtsher auf die verwirrten Haufen und vollendeten an dieser Seite den Sieg.Indes hatte dem heftigen Vorrücken Alexanders das schwere Fußvolk derMitte nicht in gleicher Linie folgen können, sodaß da Lücken entstanden,die der Eifer, nachzukommen, schon durch die steilen Ufer des Pinaros ge-hemmt, nur vergrößerte; als Alexander schon in dem Zentrum der Feindewütete und ihr linker Flügel wankte, eilten die Hellenen des Perserheeres,sich auf die makedonischen Hopliten, denen sie sich an Mut, Waffen- undKriegskunst gewachsen wußten, da, wo in deren Linie die größte Lücke war,zu werfen. Es galt, den schon verlorenen Sieg wiederzugewinnen; gelang es,die Makedonen wieder von dem steilen Ufer zurück und über den Fluß zudrängen, so war Alexander in der Flanke entblößt und so gut wie verloren.Diese Gefahr feuerte die Pezetairen zu doppelter Anstrengung an; sie hättenden Sieg, den Alexander schon gewonnen, preisgegeben, wenn sie wichen.Den Kampf des gleichen Mutes und der gleichen Kraft machte der alte Haßzwischen Hellenen und Makedonen noch blutiger; man wütete doppelt, weilder Feind des Feindes Fluch und Todesseufzer verstand. Schon war Ptole-maios, des Seleukos Sohn, der die vorletzte Taxis führte, schon waren zahl-reiche Offiziere gefallen; nur kaum noch, mit äußerster Anstrengung hieltman hier das Gefecht, das sich in der Nähe des Gestades bereits für die Perserzu entscheiden schien.

Nabarzanes mit den persischen Reitern war über den Pinaros gesetzt undhatte sich mit solchem Ungestüm auf die thessalischen Reiter geworfen, daßeine der Ilen ganz zersprengt wurde, die anderen sich nur durch die Gewandt-heit ihrer Pferde, sich immer von neuem rasch sammelnd und bald da, balddort dem Feinde mit neuem Stoß zuvorkommend, zu behaupten vermochten;es war nicht möglich, daß sie auf die Dauer der Übermacht und der Wut derpersischen Reiter widerstanden. Aber schon war der linke Flügel der Persergebrochen, und Dareios suchte, statt in der Schlacht und bei seinen Getreuen,sein Heil in der Flucht. Alexander sah seine Phalangen in Gefahr; er eilte,sie zu retten, ehe er den flüchtigen König weiter verfolgte; er lies seine Hy-paspisten links schwenken und den griechischen Söldnern, während dieHopliten der Phalanx von neuem ansetzten, in die Flanke fallen, die unfähig,dem Doppelangriff zu widerstehen, geworfen, zersprengt, niedergemacht wur-den. Die Massen hinter ihnen, die als Reserve hätten dienen und nun denKampf aufnehmen können, waren der Flucht des Großkönigs gefolgt. DieReiter des Nabarzanes, die noch im heißesten Kampf und im Vordringenwaren, erreichte jetzt das Geschrei:Der König flieht"; sie begannen zu stocken,sich zu lockern, zu fliehen; von den Thessalern verfolgt, jagten sie über die

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