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1 (1925) Das Bild der Antike bei den Deutschen
Entstehung
Seite
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erlittene Schmach Rache zu nehmen. Alexander, von dem Vorfall unter-richtet, erkennt schnell den Vorteil, den ihm Candaules' Irrtum darbietet.Ptolemaios wird mit dem königlichen Schmucke angetan. Die Rollen sindgewechselt, Alexander selbst erscheint der Verabredung gemäß unter Anti-gonus' Namen vor seinem Gebieter in dienender Haltung und erteilt diesemnach erhaltener Aufforderung den Rat, Candaules zur Durchführung seinesUnternehmens bewaffnete Hilfe zu leisten, um durch solche Tat seiner eigenenMutter Olympias Ehre zu erhöhen. Der Kriegszug wird beschlossen und aufdes falschen Antigonus' Rat nächtlicher Überfall der Bebrycer verabredet.Candaules bewundert all diese Klugheit, die mehr als Gewalt den Erfolg zusichern geeignet sei, und die niemanden schöner zieren würde als Alexandernselbst. Die glückliche Durchführung des Planes führt den König der Erfüllungseines Wunsches entgegen. Auf Candaules' Gesuch zieht der Befreier desgeraubten Weibes hin nach der indischen Königsstadt, um von Candace selbstdie verdiente Belohnung zu erhalten. Doch Alexanders Klugheit wird durchdes Weibes höhere List vereitelt. Erstaunt über die Pracht der königlichenGemächer, in welchen ihn die Fürstin herumführt, vernimmt er plötzlich ausCandaces Mund seinen wahren Namen, hilflos steht er dem Weibe gegenüber,das im Wettkampf der Schlauheit entschiedenen Sieg über den Helden desKriegs davongetragen hat. Beruhigt durch die Zusicherung des Geheim-nisses, sieht er plötzlich eine neue gefährliche Verwicklung sich vorbereiten;denn Choragus, Candaces jüngerer Sohn, verlangt von der Mutter das Lebendes Abgesandten und blutige Rache für Porus', seines Schwiegervaters, Morddurch den Makedonier. Die Entzweiung der Söhne steigert sich bis zur An-rufung der Waffen. Candaules gedenkt nur der empfangenen Wohltat, Chora-gus nur seines häuslichen Verlustes. Candace, erschreckt durch der SöhneHader und unfähig, selbst einen Ausweg zu finden, nimmt nun ihre Zufluchtzu Alexanders größerer Weisheit, von der sie allein noch Rettung erwartet.Der König rechtfertigt seinen Ruf. Er erkauft seine Rettung durch das Ver-sprechen, Alexander selbst zum Empfang der Geschenke herzusenden, undso den Verhaßten in Choragus' Hände zu liefern. Versöhnt huldigen die ebennoch entzweiten Brüder dem nicht erkannten Fremdling. Candace sieht sichjetzt durch ihres Gastes Klugheit übertroffen. Voll Bewunderung bekennts ie, daß Alexander nicht sowohl durch kriegerische Tapferkeit als im Ruhmeder Klugheit allen Völkern vorleuchte. Ihn wünscht sie sich zum Sohne; alsAlexanders Mutter, spricht sie, wäre ihr die Weltherrschaft gesichert. MitKrone und allen Zeichen des Königtums von dem Weibe insgeheim ausgerüstet,tritt der Held, von Candaces Satrapen geleitet, den Rückweg an. Aber nocheine weit höhere Belohnung bleibt ihm vorbehalten. Denn in dem Tempelder Götter wird er von den Himmlischen als der Ihre begrüßt. Sesonchosis-Sesostris verheißt ihm die Unsterblichkeit, deren er selbst genießt. In der von»hm gegründeten Alexandria wird er mit Serapis gleiche Verehrung empfangen.Mit dieser doppelten Belohnung, der Krone, die ihm Candace gegeben, und derv erheißung, welche ihm von den Göttern des himmlischen Lichts stammt,aus gestattet, gelangt Alexander wieder zu seinem Heere, mit welchem er nunZu den Amazonen enteilt.--------

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