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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
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342 II. Kap., 2. Abschn. Finanzquellen und Kassenverwaltung.

Land durch den Krieg sehr gelitten hatte so erhielt Cleve-Mark 1680 aus den holländischen Subsidien 52000 Taler dasandere Mal, wenn es, wie Magdeburg und Halberstadt am Anfangdes achten Jahrzehntes und einige Jahre später Preußen durcheine ansteckende Krankheit, dieContagion", wie es damals hieß,verwüstet worden war 1 .

Dagegen bildeten die kurfürstlichen Lande außer Preußen demReiche gegenüber eine Einheit und hatten schon 1048 gemeinsamdie in Regensburg festgesetzten Räumungsgelder für die Schwedenund außerdem noch hundert Römermonate für den Kaiser zuleisten. Das Simplum eines Römermonates betrug für sie 195 Mannzu Roß und 874Va Mann zu Fuß, und in den Reichskriegen gegenLudwig XIV. wurde diese Verpflichtung dadurch von Bedeutung,daß der Kaiser dem Kurfürsten besondere Reichsquartiergelder nurfür das Heereskontingent bewilligen wollte, das er über die pflicht-mäßigon Römerzüge der Lande hinaus ins Feld stellte. AberFriedrich Wilhelm hatte seinem Heere eine solche Bedeutung ge-geben , daß die alten Verpflichtungen bald zu leeren Formelnwurden und in Wahrheit ein Vertragsverhältnis von Fürst zu Fürstan ihre Stelle trat. Auch die sogenanntenKammerzieler", Be-träge von 1354 Gulden jährlich, welche seine Lande für dasReichskammergericht leisten sollten, waren ohne Bedeutung undwurden bald nicht mehr gezahlt.

Im gleichen Verhältnis wie zum Reiche, stand der Kurfürstzu dem niedersächsischen und westfälischen Kreise: mit seinerHeeresmacht leistete er an Kreishilfe mehr, als nötig war undsuchte sich seinerseits durch Einquartierung und Kreisgelder dafürschadlos zu halten. An baren Beiträgen hatte er selbst nur ein-mal an die rheinische Allianz von 1005 anderthalb Simpla=1250 Talerzu zahlen, von denen zwei Jahre später noch 250 Taler aus Cleverückständig waren 2 .

Auch Subsidien für das Ausland wurden einige Jahre ausder brandenburgischen Kontribution gezahlt. Von den auf dem

1 Magdeburg erhielt 1681 die 30 000 Tl. aus den Subsidien, welche schonzur Abtragung eines von Grumbkow geliehenen Kapitals bestimmt waren;Grumbkow mußte weiter warten. Halberstadt erhielt 4200, Preußen 3903 TLKr. Min. Gen.-Kr.-Kass.-Eech. 64 u. 66.

2 Urk. u. Akt. XI, 467.