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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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Vorwort.

Von der Kommission für die Herausgabe der Urkunden undAktenstücke erhielt ich im Jahre 1904 den ehrenvollen Auftrag,als Fortsetzung des B r ey s i g sehen Werkes über die Organisationder zentralen Behörden und Kassen der Kammer Verwaltung dieparallele Organisation der Kommissariatsverwaltung zu bearbeiten.Eine Reihe von anderen Studien hinderte mich längere Zeit, andie Ausführung dieser Arbeit zu gehen, und erst seit 1908 konnteich ihr einen Teil meiner Zeit widmen.

Als zeitliche Begrenzung des Forschungsgebietes war nachdem Wunsche der Kommission, entsprechend der Ausdehnungdes Breysig'schen Werkes, dem sich inzwischen auch die in dieserSammlung veröffentlichte Studie über die Stände und Verwaltungvon Cleve-Mark von Otto Hötzsch angeschlossen hatte, nach vor-wärts das Jahr 1697 auch für diese Aufgabe gegeben. Dennwährend die ersten neun Regierungsjahre B'riedrichs III. für dieKommissariatsverwaltung ebenso wie für die Kammerwaltung die un-mittelbare Fortsetzung des Werkes des Großen Kurfürsten bedeuten,beginnt im Jahre 1098 mit dem Sturze Eberhards von Danckel-man ein neuer Zeitabschnitt für die Kommissariatsverwaltung,der durch den Verlust der tüchtigsten Beamten, durch dieErsetzung des Generalkommissars, des obersten Leiters derBehörde von 16551097, durch einen Oberkriegspräsidenten, undendlich durch eine weniger sparsame Finanzverwaltung deutlichcharakterisiert wird. Nach rückwärts glaubte ich den Beginnder Darstellung noch bedeutend vor den Regierungsantritt FriedrichWilhelms legen zu müssen: Denn schon im ersten Jahrzehnt derRegierung Georg Wilhelms begann sprungweise die Aufnahme derFormen eines kommissarischen Beamtentums, die in den größeren