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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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340 II. Kap., 2. Abschn. Finanzquellen und Kassenverwaltung.

flössen, kaum einmal 1015000 Taler und betrugen von 167488überhaupt nur 132 000 Taler.

Die Ausgaben der Generalkriegskasse für Bestechungsgelderan auswärtigen Höfen, an Kaufleute und Handwerker, für gekaufteund gemietete Pferde des kurfürstlichen Hofstaates im Felde, anGnadengehältern und Verehrungen, die sich jährlich etwa auf30000 Taler beliefen, dienten dagegen so sehr dem Staate in seinerGesamtheit, daß sie sich ebensogut dem Kammer- wie dem Militär-etat zuschreiben lassen. Nur einige zehntausend Taler für günstigeDomänenankäufe', dann die Geschenke an die Kurfürstin, die Prinzenund Prinzessinnen, die Kosten für das Ballet und für Straßen-laternen in Berlin kamen der Hof- und Kammerverwaltung zugute.Doch beschränkte sich der Aufwand der Generalkriegskasse dafürunter Friedrich Wilhelm auf einige tausend Taler jährlich und erstsein Nachfolger machte für seine gesteigerten höfischen Bedürfnissebedeutendere Mittel der Kommissariatsverwaltung dafür flüssig.

Zwar wurde die Trennung der Kassen, wie schon erwähnt,unter ihm strenger und die Zuschüsse an die Kammerkassen wurdennach einigen kräftigen Anforderungen in den ersten Jahren immerseltener, um seit 1694 völlig aufzuhören 2 ; nur die erhöhten Le-gationsgelder, welche bisher formell übertragen wurden, buchtedie Generalkriegskasse seit 1690 als regelmäßige Ausgabe an dieLegationskasse; auch die Ausgaben an Geschenken auf kurfürst-lichen Spezialbefehl erhöhten sich nicht wesentlich, aber Friedrich III.hatte sofort nach seinem Regierungsantritt sämtliche Rezeptur-gelder, aus denen bisher die Verwaltungskosten der Kommissariats-behörden zu einem Teile bestritten wurden, also jährlich über30000 Taler eingezogen und bestritt von ihnen neben einigenGehaltszulagen vor allem seine Bedürfnisse für Bauten, Gärten,Ausstattung der Galeere, Gemälde, Musik und Geschenke an seineGünstlinge, unter denen offenbar Colbe von Wartenberg schon 1692den Vorzug hatte 8 . Die Vorliebe für den schönen Prunk hinderte

1 So 1679: 6500, 168082: 10420, 1684: 2000 Tl. Gen.- Kriegskassen-Rechnung.

2 Siehe Tab. No. 80 b.

8 Eine Anzahl der erhaltenen Anweisungen auf die Rezepturgelder habe ichsummarisch zusammengestellt, weil sie ein deutliches Bild von den InteressenFriedrichs III. geben, siehe Akt. Beil. No. 67. Wartenberg erhielt auch ausden Subsidien 6000 Tl. verschrieben. Kurf. an Krautt 4./14. März 1697. R. 24,KK. fasc. 3.