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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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341
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Die Ausgaben für Hof- u. Kammerverwaltung, Handel u. Manufakturen. 339

2. Die Ausgaben für Hof- und Kammerverwaltung, Handelund Manufakturen.

Trotz ihrer geringen Einnahmen aus den Metz- und Lizent-gefällen hatte die märkische Kriegskasse im ersten Jahrzehnt derRegierung Friedrich Wilhelms schon eine Anzahl Zuschüsse an dieKammerverwaltung, vor allem mangelnde Baugelder und wöchent-liche Küchengelder für den Hof liefern müssen l . Als dann dieregelmäßigen Kontributionen seit 1(353 über jene ersten Militär-einnahmen eine freiere Verfügung gestatteten, wurden sie zur Be-soldung des märkischen Statthalters, einiger Geheimen Räte, desGeneralkommissars, der Kriegskanzlei und mehrerer unteren Hof-ämter verwandt, und obwohl in der Folge immer mehr Hofämtervon ihrem Etat gestrichen wurden, blieb die Verteilung der Metz-und Lizentgelder auf die Kommissariats- und Kammerverwaltungdoch bis zum Ende des Jahrhunderts bestehen.

Auch aus der Kontribution flössen schon frühzeitig Unter-stützungsgelder in die kurfürstliche Schatulle und in die Hofrentei,sei es für persönliche Bedürfnisse des Kurfürsten, für den Bauvon Amtshäusern, für welche den Amtskammern gerade die nötigenGelder fehlten oder für besondere Zuwendungen an Hofbeamte 2 .Immerhin waren diese Zuwendungen nicht sehr bedeutend, undauch die regelmäßigen Gehälter, welche aus der Kriegsverwaltungden Beamten der Kammer Verwaltung zuflössen, erwiesen sich beider Untersuchung, die Meinders 1073 darüber anstellte, viel ge-ringer als die Leistungen, welche die Kammer dem Militärstaatebeisteuerte 8 . Auch nach der Gründung der Generalkriegskasseüberschritten die Summen, welche aus ihr in die Kammerkassen

1 Kurf. an Schede, Köln, 6. Febr. 1650. Schede an Kurf., März 1651.R. 9, BB. a-d.

a So 1651 Einnahme der Schatulle aus der Contribution von Ravensberg3000 Tl.; 1655 aus der kurmärkischen Contribution 2300 Tl. Vorschuß an denKurfürsten, 400 Tl. für das lebende Vieh einer gekauften Meierei, 100 Tl. füreinen Amtshausbau; 1656 ebendaher 7000 Tl. und ans den preußischen Akzise-gefällen 6766 Tl.; 1658 aus der märkischen Contribution 1200 Tl. an HofmarschallRochow; 1659 ebenda 500 Tl. für den Bau des Amtshauses in Köpenick, 165960aus der mindischen und clevischcn Contribution 15 000 Tl. an den Kurfürsten usw.Gen.-Dir., Gen.-Kass.-Dep., Schatullsachen 13; R. 24 Mb, fasc. 5; R. 9, A. 1u. BB. ez.

8 Siehe Akten No. 50. Vgl. auch Breysig, Finanzen I. 96.

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