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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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336 II- Ka P-> 2. Abschn. Finanzquellen und Kassenverwaltung.

Kavalleriestäbe eine vorübergehende Erhöhung erfuhr, betrugendie gesamten Verprlegungskosten des Heeres, das im Jahre 1678mit den Garnisonen auf 45318 Mann angewachsen war, annähernd3 000000 Taler jährlich 1 . Nach dem Frieden sanken dann dieKosten des um ein Drittel verminderten Heeres beträchtlich undbetrugen im Todesjahr des Großen Kurfürsten für 30000 Mannetwa anderthalb Millionen Taler 2 . Durch die zahlreichen Hilfs-völker, welche Friedrich III. an die Holländer, den Kaiser und anSavoyen abgab, stieg die Heeresstärke unter ihm abermals über45000 Mann 8 , aber da die Hilfsvölker zum größeren Teil im Aus-lande verpflegt wurden, so blieben die Besoldungskosten besondersseit 1692 auf einer gleichmäßigen Höhe von rund 1800000 Talerstehen. Etwas weniger als die Hälfte fiel davon auf die Infanterie,etwas weniger als ein Drittel auf die Kavallerie, auf die Dragonerund den Generalstab je ein Zehntel und auf die Artillerie einFünfundzwanzigstel.

Mit denVerpflegungs- und Unterhaltungskosten" warendie direkten Aufwendungen für die P>nährung des Heeres zumgrößten Teile gedeckt; die Marschkosten, welche die Provinzenfür durchmarschierende und lagernde Truppen liquidierten, wurdenerst unter Friedrich III. der Generalkriegskasse zur Last gelegtund betrugen während des Krieges nur selten jährlich mehr als10000 Taler 4 ; die Magazinverpflegung im Felde, welche der GroßeKurfürst nach französischem Muster eingerichtet hatte, und diebesonders bei den Hilfsvölkern in Ungarn eine weitere Ausbildungerlangte, steckte noch in den ersten Anfängen und erforderte nurgeringe Summen. Dagegen stellten die Festungen und das in

1 Monatlich ohne den Service 237 852 Tl. 2 Gr. Etat vom Dez. 1678 sieheAkten No. 54 a.

* Genau für 29 908 Mann 1 070 204 Tl. Nach dem Generaletat vom Juli1688. Die Generalkriegskassenrechnung verzeichnet an Verpflegungskosten1051836 Tl. Dazu kommen die noch nicht in der Generalkasse verrechnetenAusgaben für die kurmärkischen Regimenter, also 350 000 Tl. und wie eine Auf-stellung der sämtlichen Regimenter ergibt, fehlen auch aus anderen Provinzennoch einige Ausgabeposten für den Militäretat.

8 Schon 1693 waren es 42 982 Mann (siehe Ureysig, Staatshaushalt 180,Note 2), zu denen in den folgenden Jahren noch einige neue Regimenter kamen,vgl. Jany, Urkundliche Beitr., hrsg. vom Gr. Gen. Heft 78.

* Vgl. Tab. 80 b. Die Hauptsumme mit 103 592 Tl. wurde nach dem Friedenden Provinzen erstattet.