Joachim Ernst v. Grumbkow und Daniel Ludolf Danckelman. 107
welche im Kriege als Kommissare zur Hilfe herangezogen undhauptsächlich bei Getreideankäufen und Errichtung von Magazinenverwendet worden waren \ hatten wieder andre Ämter übernommen,nur Hofmeister, Johann Heinrich Sohr, den späteren General-proviautkonimissar, und Gerhardt Meinhardt Neuhaus, den Knip-hausen später in die Kammerverwaltung zog, übernahm Grumbkowals eigentliche Kriegskommissare bei der Heeresverwaltung; währendHofmeister und Sohr die Besoldung und Verpflegung der Truppenin Pommern und den westlichen Landen inspizierten, war Neu-haus vor allem die Aufsicht über die Winterquartiere und Muste-rungen und insbesondere die Musterung der kunnärkischen Garni-sonen übertragen worden 2 . Von den märkischen Steuerkommissarenbenutzte Grumbkow vor allem Gavron, Hagemeister, Hesse, Klinggräffund Hermann für die Finanz- und Heeresverwaltung, aber deneigentlichen Stamm des Generalkonnnissariats bildeten neben demals alterfahrenen Helfer immer noch tätigen und inzwischen zumOberkommissar bestallten Leiter der märkischen OberlizentkasseJohann Heinrich Happe, nur Grumbkow und seine Konnnissariats-kanzlei, welche in dieser Einheit zuweilen auch als „das General-kriegskommissariat" bezeichnet werden. In diese Kanzlei hatteGrumbkow um 1682 außer einem guten Unterpersonal 8 nach demTode des bisherigen Sekretärs Gregory zwei der tüchtigsten Be-amten gezogen, welche in den nächsten Jahrzehuten zur Aus-gestaltung der Zentralverwaltung wesentlich beigetragen haben:Ernst Elias Oangießer, der sich bisher schon als Pommerscher Rat
1 (Jen. Er. Kassen-Pech. Kr. Min. 60—ßl. — Consbruch war dem Spaen-sclien Truppenkorps im Oberquartier Geldern zugeteilt worden. S. Best, alsKriegskommissar, Pübner 11./21. April 1B77, s. Kr. Min. Geh. Kr. Kanzl. 190.Über seine spätere Tätigkeit als Oberkomin issar beim Ungarischen Corps. Vgl.den folgenden Abschnitt.
2 Nach Bemerkungen in den Gen. Kr, Kassen-Hech. Kr. Min. 68—65. —Neuhaus war 1676 und 1688/88 je ein Jahr Kommissar bei den Truppen in Ost-friesland (s. folg. Abschn.); Potsdam, 18. Okt. 1687 wurde er zum „Amtskaminer-rat in allen kurf. Provinzen" bestellt (Konz. gez. D. v. Kniphausen). Geh. St.lt. 9, C 1, b. I. Vgl. Breysig, Finanzen, 40—41.
8 Erwähnt werden die Sekretäre Jacob Wentzel (lß87) und Becker (1688),der Registratur Bernhardt Georg Uary, die Kanzlisten Johann Joachim Wentzel,Kumpf, Münchking, 'föhnig, Pötter und der Landmesser Scblundt. — JacobWentzel wurde im 18. Jahrhundert Komnüssariatsrat und Kontrolleur hei derGen.-Kriegskasse. Acta Bor. 1, 279 Note.