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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
Seite
106
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106 ! Kap., 1. Abschn. Die Entstehung und Ausbildung der Zentralbehörde.

vember 1676 und 15. November 1678 zur Mitleitung des General-kommissariats beauftragt wurde \ konnte es eine Weile scheinen,als ob auf diese Weise eine kollegialische Gestaltung der neuenBehörde angestrebt würde, doch als mit dem Ausgang des Kriegesdie Funktion Glndebecks erlosch, blieb Grumbkow wieder dereinzige Leiter und mußte zur Bewältigung der stetig sich steigern-den Arbeitslast auf eine weitere Ausgestaltung des Kommissariatsin den mittleren und unteren Beamtenstellen bedacht sein. Diesgeschah nun freilich nicht in der Weise, daß das direkte Per-sonal des Generalkommissariats selber eine besondre Vermehrungerfahren hätte, sondern die Beamten der im folgenden Jahrzehntsich allmählich weiterbildenden Provinzialkommissariate wurdenvon der obersten Behörde vielfach zu Geschäften und Schickungenverwandt, die außerhalb des Bereiches ihrer Provinzen lagen. Vorallem aber wurden sämtliche Steuer- und Kriegskommissare derKurmark, in der sich kein besonderes provinzielles Kommissariatausbildete und deren Beamte also direkt dem Generalkommissariatunterstanden, von Grumbkow in vollstem Maße für die Geschäfteder Gesamtbehörde benutzt und hier zum Teil auch für einenspäteren selbständigeren Dienst in den Provinzialkommissariatenvorbereitet. Von den noch unter Meinders und Gladebeck be-stallten Kommissaren waren Eckart, Freyberg und Peter FlorenzRohde, der 1675 hinzugekommen war, nach wenigen Jahren ge-storben 2 , der Ravensbergische Landrentmeister Consbruch, derQuartalgerichtsrat Konrad Barthold Stille und Rat Lindholtz,

Festungsbau; auch Statthalter ;m Kurf'., Colin, 14./24. April, lt. 21, 13 U. S.auch Orlich, Gesch. Preußens 111, Akten Nu. 284. ürumbkows Sendung nachLübeck und Sachsen-Lauenburg, Uli. Juli, R. 63, 28. 1676: Jan. und Febr.seine Sendung an den Herzog Christian zu Merseburg, lt. (>:'>, 86 i, Die Kon-zepte sind meist von Meinders gezeichnet.

1 Die Instruktion von 1676 ist verloren gegangen. Ein Befehl zur BesoldungGrumhkows vom 1. Nov. 1676, der in den Gcneralkriegskassen-Uechnungen er-wähnt ist, lallt vermuten, daß er vielleicht schon an diesem Datum mit derInspizierung des Kommissariats beauftragt wurde. Breysig, Die Kommissariate,141. Note. Die Instruktion von 1678 ist in seiner Bestallung zum GeheimenKriegsrat enthalten. Konz. Wangeisburg, 15./25. Nov. 1678, gez. Derfflinger.Kr. Min., 172. S. Akten No. 17.

2 Eckardt wird am 7. Dez. 1676, Freyberg im Mai 1680 als verstorben be-zeichnet. Gen. K. K. Rech. Kr. Min. 60 u. 63. Über beider Tätigkeit beider Rekrutierung der Regimenter u. Erhebung der Quartiergelder in den Thürin-gischen Landen s. Ebenda 60 u. Geh. St. R. 63, 38a.