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2 (1915) Die Zentralverwaltung des Heeres und der Steuern
Entstehung
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Die Generalkriegskommissare auf Zeit. 23

sorgen gehabt, und zu diesem Zwecke waren auch die Kreis-kommissare seinen Befehlen unterstellt worden. Auch in denfolgenden Jahren blieben ihm, wenn nicht das Amt, so doch dieLasten des Generalkonimissariats, Georg Wilhelm gedachte ihn1(540 zum einstweiligen Statthalter der Marken zu ernennen, währendSchwarzenberg die Verhandlungen auf dem Regensburger lieichstagleiten sollte'. Doch als das System Schwarzenbergs im Frühjahr 1641zusammenbrach, wurde er als desssen eifrigster Anhänger am8. Juli von dem jungen Kurfürsten entlassen *, trat in kaiserlicheDienste und übernahm hier wiederum das Amt eines General-kommissars, und zwar im Westfälischen Kreise, wonach er, wennman Schwarzenberg glauben darf, schon 1(538 Verlangen gezeigthatte 8 . Auch in kaiserlichen Diensten zeigte er sich den branden-burgischen Interessen überall nützlich, und besonders als er nachdem Westfälischen Frieden als Friedensvollziehuugskonnmssar imWesten, in Haiherstadt und in Magdeburg tätig war, versah ersein Amt in einem dem Kurfürsten durchaus günstigen Sinne 4 .Dieser rief ihn bekanntlich im Jahre 1649 wieder in branden-burgische Dienste zurück, machte ihn zum Statthalter von Halber-stadt und zum Geheimen Rat und vertraute ihm 1651 die schwierigediplomatische Mission nach Wien in dem Streite mit Pfalz-Neuburgan 5 . Nach seiner Rückkehr wurde er mitten in das Reformwerkder Verwaltung gestellt und hatte seit dem Oktober 1652 dieDirektion des Geheimen Rates. Damit war also der ehe-malige Direktor des Kriegsrates und Generalkommissar wiederan die Spitze der brandeuburgischeu Verwaltung gerückt und dieAnknüpfung an die erste Epoche einer fürstlich absolutistischen

1 Urk. u. Akt. 1, 695.

2 Urk. u. Akt. I, 485 Note 1. Den ihm schon vorher aufgetragenen Be-richt über die großen Werbungen von 1636/37 reichte er eist am 15. Aug. 1641 ein.Gedr. Prot. u. Rel. I, 348-349.

3 Daher der Irrtum bei Cosmar, Schwarzenberg, 193, es sei ihm 1638 vonSchwarzenberg die Leitung der westfälischen Lande als Gen.-Kommissar anver-traut worden. Schw. schreibt aber damals an Blumenthal selbst (Spandau, 22. Aug.),er wisse von ihm, daß er Kaiserlicher Rat und Generalkommissar werdenwolle es wolle sich aber nicht schicken! Geh. St. H. 21, 136 k.

4 Ferdinand Hirsch, Der Große Kurfürst und die Altstadt Magdeburghis zum Jahre 1666, Forsch, zur brandenb. u. preuß. Gesch. IV, 174. lsaac-sohn, Beamtentum II, 89.

r ' Mörner, Kriegsobersten, 182, 274ff. Cosmar, Schwarzenberg, 193.