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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
262
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Man

Man

aus der inner» moralischen Be-schaffenheit entspringt. (S. Ge-brauch. Sitte.) Ein reines,zartes, wohlwollendes Herz wirdsich durch feine Sitten äu-ßern Feme Manieren kön-nen mit Len häßlichsten Cdarac«ter bestehen, und sind ofr einM ttel, ihn zu verstecken.Manier ist aus dem französi-schen manieres geworden , unddieses aus dtenerio, welches indem Mittlern Latein das Blei-bende (von msnere) bezeichnet.Es deutet daher bloß auf etwas,da« sich der Mensch «»gewöhnthat ohne Beziehung auf die in-nere Gesinnung Sitte hinge-gen kömmt ursprünglich der vondem nieder-sächsischen Suren, Si-tze». Daher bedeutete Sittezu den Zeiten der MinnesingerGelassenheit. Aus dieser Bedeu-tung, wovon noch Spuren inS iltsam (S-Anständig. Sitt-sam.) vorhanden sind, ist seinegegenwärtige Bedeutung entstan-den Den» die Mäßigung roherLeidenschaften ist der erste Schrittzur moralischen Bildung.

Manier Stil, Ton ü DieArt und W isc, wie ein Kunst-werk a»sg?ruh> t ist. V. Soferndiese Art und Weise in der Na-tur und dem Zwecke des Werkesselbst gegründet ist, heißt sieStil: sofern sie aber iu den ci-gentbümlichen, persönlichen D"sckaffcuheitcu des Künstlers idreuGrund hat, heißt sie Manier.Man benennt daher auch denStil nach der Gattung derKunstwerke, und die Maniernach den Künstlern. Man sagt:tragischer uns kömischer Stkl;

hingegen Kotzebues und IfflandtManier. Air dem Stile er-kennt man, zu welcher Gattungein Kunstwerk gehöre, und ander Manier, wer sein Urhebersep. Der Ton ist der Stilund die Manier, sofern sie ei-ne gewisse herrschende Empfin-dling erregen. In ein M Trauer-spiele muß ein andrer To» herr-schen, als in dem Lustspiele, weildie herrschende Empfindung diees erregen soll, eine andre seynmuß. Ein großer Künstlersoll eigentlich keine Manier ha-ben ; sondern die Art der Aus-führung se »es Werk« soll sichbloß nach der Natur und demZwecke dieses. Werkes selbst rich-te». Das Wort Manierin dieser Bedeutung scheint übri-gens aus Le» iialiäuischen Mah-lerschule» herzukommcn, und venmsnus, die Hand, abzufiam-men

Mangel». Darben, ü-Die-se Wörter bezeichnen die Unvoll-kommenheit eines Dinges, dieaus der Abwesenheit von etwascntstchr. V. Mangel» nwdsowohl von Sachen als Personengebraucht, und deutet bloß auseine Unvollständigkeit, die durchjene Abwesenheit entsteht. Dar-ben sagt man uur von Personen,und zwar von solchen, denen al-les, was zur Erhaltung des Le-bens gehört, oder, doch dasNothwendigste davon fehlt, oderdie diele Abwesenheit schmerzlichemvfinde». Einem Reichen, derim überstuffe lebt, können an ei-ner gewissen Summe noch einigeTbaler mangeln. Der Armeaber, der nichts hat, womit er

sei»