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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Dur

schwenden bisweilen bloß: et-was verwenden, wovon kein Nu-tzen zu erwarten ist? besonders indem unc geiitlichcu Gebrauche-Man verschwendet scuieLieb-kosungen an den, der dagegen un-empfindlich ist.

Durchgängig. Allenthal-ben. überall- ü. Diese Ne-bcuwortcr bezeichnen das, wasohne Ausnahme statt findet. V.Durchgängig heißt: in aller,Fallen, oder: Key allen Thcilen.Ein Geictz gilt durchgängig,wenn es in allen Fälle» gilt; undein Land ist durchgängigfruchtbar, wenn cs in allen sciucnTheile» fruchtbar ist. Allent-halben heißt: an allen Orte» ?und überall: zu allen Zeitenund Orten-

Dürre. Trocken. L. Waskeine Feuchtigkeit enthält. V-Dürre unterscheidet sich dadurch,daß es einem Körper in sofernbepgclegt wird, als ihm die Feuch-tigkeit fehlt, welche den Lebens-saft ausmacht. Trockenes Land

Ebe

ist bloß nicht naß. DürresLand enthalt keine Nahrungsfask«für Pflanzen; es kann nichts dar-auf wachsen. Daher bezeichnetDürre einen höher» Grad derTrockenheit.

Dursten. Lechzen. Schmach-ten. n Ein Verlangen z» trin-ke« empfinden. V Durstenbezeichnet den gewöhnlichen, Lech-zen den Höher», und Schmach-ten den höchsten Grad dieser Em-pfindung. Denn Lechzen heißtursprünglich: Riffe oder Spaltenbekommen, wie die Erde, beyanhaltcuder Dürre. Nun pflegtman bey brennendem Durst denMund zu öffnen > um sich durchdas Linzieheu der frischen Luft zuerquicken. Von Vieler Wirkungist die Ursache, das heftige Dur-sten selbst, Lechze» genannt,Schmachten ahmet den Schallnach, den die iunern Theile desMundes, wenn sie im höchstenGrade trocken find, bey ihrer Be-rührung und Trennung zu ma-chen pflegen.

E.

Eben. Flach, u. Was Längeund Breite, aber keine dritte Ab-messung hat; oder wovon wenig-stens diese dritte Abmessung (dieHöhe oder Tiefe) nicht bemerkbarist. V- Flach ist das, was garkeine» oder wenigstens keine be-merkbare Vertiefung hat; undeben das, was gar keine, oderwenigstens keine bemerkbare Er-

höhung hat. Lin flacher Tel-ler ist nicht twf, und eine ebneGegend hat keine Berge.

Eben. Glarr. st. Was keineErhöhungen hat. V Glatt istdasjenige, worauf die kleinen Er-höhungen nicht find, die nurdurch ihre Menge dem Gefühleempfindbar sind, wenn man mitder Hand darüber Hinfahrt. DasGlatte