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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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287
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Pfl

Pfa

P.-

^)faffe. Pfarrer. Prie-ster Prediger. Geistli-cher. ü. Eine Person geistlichenStandes. V. Geistlicher be-zeichnet diesen Begriff ohne wei-tern Neb »begriff. Die Geistli-chen der alten Religionen warenPriester. Diese machten denverehrtesten Stand ans, und ihrHauptgeschäfft war die Verrich-tung der Opscr- Wege» diesesletzlern Nebcnbcgriffs hat in derchristlichen Kirche nur der katho-lische Tdeil noch Priester, weiler die Messe als ein.Opfer betrach-tet. Der protestantische Theil hatPrediger, die ihren Namenvon ihrem Hauptgeschaffte, demPredigen, erhalten haben.Pfarrer (Pfarrherr, von karo-ckus) bereutet einen Prediger oderPriester, der zur Verwaltung sei-nes Amts bev eiucr besondcru Ge-meinde anacstellt ist, und dafürgewisse Einkünfte genießt.Pfaffe, niederdeutsch Pape(vou kip-, Vater) war ursprüng-lich eine Benennung der kindlichenHochachtung, deren sich die ge-meinen Christen gegen ihre Geist-lichen bedienten. Diese gute Be-deutung aber, die das russischePope noch hat, ist »achnach in eine böse üdcrgegangen,so daß Pfaffe jetzt nur ein ver-ächtlicher Ausdruck ist.

Pfand. Unterpfand, ü- EineSache, worauf der Schuldner sei-nem Gläubiger das Recht giebt,sich daran schadlos zu halte», falls

er nicht bezahlt würde. D. Wenndiese Sacke dem Gläubiger zu-gleich übergeben wird, so heißtsie ein Pfand. Wenn derSchuldner sie in Besitz behält, soist sie ein Unterpfand. Den»dieses letzte Wort ist die Übersetzungvon dem larcinischcnHypolhek.

Pferd. Roß. Gaul. Klep-per. ü- Das bekannte Thier,das zum Reiten und Fahren ge-wöhnlich gebraucht wird. A.Pferd bezeichnet dieses Thierallgemein. Hingegen Roß be-zeichnet dasselbe von seiner edlenSeite. Denn es bedeutet ein zumReiten bestimmtes, durch Kraftund Schnelligkeit sich auSz^ichuen»des Pferd. Darauf führt selbstdie Verwandtschaft dieses Wortsmit Reisen, Reite» unsReißen, welches letztere, wiein Ausreißen, den Begriff derGeschwindigkeit mit sich führt.Gaul, welches mit caballus undckev,I verwandt ist, bedeutet einPferd, das zum Ziehen eines Wa-gens gebraucht wird. Es ist jetztwe»iger edel, als Roß. Mansagt: einKarrngaulaber i.ichtein Karrnroß. Ei» Klep-perist ei» schlechtes Reitpferd.

Gewohnt seyn.ü. Unter einerlei- Umstanden im-mer cinerley thun oder leido.t.B. Pflegen bezeichnet diese»Begriff allgemein. Gewohntsei-« aber druckt aus: Laß manetwas darum zu thun oder zuleiden pflege, weil man eine

ge»

und Pflegen.