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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
185
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Haa <

'85

Had

H.

Paaren. Maustern. Säu-ren. Mutern, ü. Diese Wo»ter bezeichnen Veränderungen deränsscrsten natürlichen Decke tkieri-scher Körper. V. Ohne Zweifelhat Mutern ursprünglich dieseVeränderungen allgemein ausge-druckt. Denn es kommt her vonunir-rs, verändern. Nach uudnach aber führte man mehrereWörter ein, u>ti diese Verande-runaeu nach ihrer Verschiedenheitbey verschiedenen Thieren bestinnu-ter zu bezeichnen. Von solche»Thieren, die ihre Haut verlieren,sagte man Häuten; von solchen,die ihre Haare verlieren, Haare»,und von den Vögeln, die ihre Fe-dern verlieren, M a u st e r u.Dieses letzte Wort ist wahrschein-lich nur die hochdeutsche Form vonMütern. Da also nun beydeFormen in die hochdeutsche Mund-art ausgenommen waren, so bliebfür Mütern nur die einge-schränkte Bedeutung, wonach esvon den Kr bsen gesagt wird,wenn sie ihre Decke verändern.

Habe. Habseligkeir. Gur.Vermögen si. Sache», diezu j-'mandee Eigenthum gehören.W. Habe ist zwar eigentlich allesdas, was jemand hat. Sofernaber Habe und Gut unterschie-den werden - begreift das crsteredie beweglichen körperlichen Sa-chen; das andere die unbewegli-chen Sachen und sie Rechte.Vermögen begreift alle Habeund alle Güte r eines Menschen,

uud bezeichnet dieselben von Sei-ten der Macht, die sie ihm ge-ben. Wer viel besitzt, der kann da-durch viel wirken. Dies wird durchVermögen angedeutet.H a tz-selig keil hat ursprünglich, wiees der Ableitung gemäß ist, denReichkhum an Habe bezeichnet.Jetzt wird cs gebraucht, eineHabe anzuzcigcu, der man kei-nen «roßen Wertk beplegt. Die-ser Ncdenbcgriff ist daher entstan-den, weil sitzt derjenige, dessenReichthum bloß i» seiner Habe,als Kleidern, Hausgcrathe rc.besteht, kein reicher Mann ist.Eine Dicnstmagd hat oft ihreganze Habseligkeit in einemkleinen Koffer.

;<rder. Lappe». Lumpen,u. Abgerissene Stücke von einemZeuge. V. Lappen heißen solcheStücke in jedem Falle, sie möge»noch gut und brauchbar scy» odernicht. Lumpen sind sie, wen»sie abgenutzt und zu ihrer vo-rigen Bestimmung nicht wehrbrauchbar sind. Hadern nenntman sie, wenn sie so sehr abge-nutzt und abgeschabt sind, daß dasGewebe lose geworden, und dieFaden zerrissen sind. Wahrschein-lich hatHader ehemals die FormHadel gekabt, und ist von Ha-be ln entsprungen, weiches, wieHureln, ursprünglich zerreiße»bedeutet hat. ,

Hader. Srreic. Wortwech,' se l. Zank. Zmist. r«. DieirWörter zeigen das au, was ver-kam