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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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die Sckildereyen au den Wandeneines Zimmers. Iierrathensagt man mehr von kleiner« undgeringer«, Verzierungenmehr von größer» und wichtiger»Dingen dieser Art. Zierdebedeutet eigentlich dis Schönheit

selbst, die durch Zierratben oderVerzierungen entsteht. Man ge-braucht aber das Wort auch un«eigentlich für die Dinge, die einerSache zur Zierde gereiche».Diese Statue ist eine große Zier-de dieses GartcuS.

Q.

^ u -r ck s a l b e'r. Markt.

schreyer. Salbader, ü.Eui Slümver in der Arzneykunst,der seine Kunst prahlerisch anprei-set. V. Marktschreyer be-zeichnet eigentlich einen solchen,der an öffentlichen örtern seineBude aufschlagt, um seine Heil-mittel, von denen er Wunder ver-spricht, mit lauter Stimme auS-zurufen. Daher ist dann einMarktschreyer überhaupt einsolcher Stümper in der Arziicy-kuust (auch in andern Künsten),der mit seiner Kunst übermäßig

prahlt. Quacksalberkömmt zwar von Quacken,SLrehcn, her Aber, nach demgegenwärtigen Sprachgebrauchs,da jene Ableitung verdunkelt ist,bezeichnet eS den prahlerischenStümper in der Arzneykunst mehrvon Seiten seiner Unwissenheit.Daher heißt auch Quacksal-bern; Arzneymittel anwendea,odne eine ordentliche Kcnntniß da-von zu habe». Salbaderbezeichnet einen Quacksalber aufeine noch verächtlichere Art. Denn

eS kömmt wahrscheinlich her vonSalbe, und bedeutet daher zu-nächst einen elenden Bader, deralles mit seinen Salben zu curirenverspricht Da ein solcher Menschdurch weitschweifige, mit ver-hunzten Kunstwörtern a.igefüilteReden, die ihm daS Ansehen vonGelehrsamkeit geben sollen, seineHeilmittel gern anzupreisen pflegt;so hat Salbader auch die Be-deutung bekommen, daß eS den-jenigen anzeigt, der weitschweifigund verworren redet und dabey An-spruch aus Bercdtsamkcit macht.

Dualen. Peinigen. Mar-tern. Foltern, ü- Groß«Schmerzen verursachen. V. Peinbezeichnet einen großen Schmerzganz allgemein und unbestimmt.Bey Q»o.l wird ein. großerSckmerz von bestimmter Art ge-dacht. Daher bai^auch Q"^^einen Pluralis, Pein aber nicht.Es gibt Quaien der Eifersucht,der Sehnsucht, des bösen Ge-wissens u. s. f. Daher kömmt eSferner, daß bey Qual auf dieden Schmerz erregende. Ursache»>ey