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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Buß 80 ' Cha

Lai man es gegen den,der eS anfiLt,vertbcidigt oder den Berechtigtenentschädigt. Wer mir eine Sacheverkauft, der maß sie mir gewäh-ren, er muß mir Gewähr dafürleisten, daß kein Dritter die Sacheals sein Eigcnthum zurückncbme,oder, falls dies, geschieht, michentschädigen.,

Buße. Bekehrung. si.Bezcich,nen iu der Theologie die Ver-wandlung eines Menschen aus ei-nem b-öscn ln einen guten. V.Bekehrung bezeichnet mehr dieVeränderung selbst, die in denGesinnungen und Handlungenvorgeht! Buße aber mehr dasdamit verbundene schmerzliche Ge-

fühl der Reue über die vorigenVergehungen.

Büßen. Entgelten, si. Wege»etwas eine Strafe oder ein anderesübel leiden. V. Büßen beziehtsich auf das schmerzhafte Gefühl,was man Labe» hat; Entgelten, aber zeigt an: daß man es wergen einer gewissen Sache leide,die dadurch bestraft oder wiedergut gemacht weroen soll Dem,Gelten hieß ehemals bezahle»,Sofern ich jemandem übel znfüge,wegen einer Beleidigung, die ichvon seinen Verwandten erlittenhabe, so lasse ich ihn Liese Belebdigung entgelten; unL-r mußdafür büßen, spfern ihm diezmgefügten übel schmerzlich sind»

C.

Charakter. «Zer;, si. DasVerhältniß des Bcgchrungsver-mbgens zu dem Sittengesetze. V.Charakter bezeichnet den An-stand des ganzen Begchrnnasver-mbgens in Beziehung auf dasGittengesetz; Herz hingegen nurden Zustand des untern oder siutt-lichen Vegehrungsvermbgcns, in-sonderheit in sofern, als er ab-hängt von dem Daseyn oder Man-gel thcilnehmeuder Gefühle fürdas Wohl und Weh Anderer.Der Charakter eines Menschenist gut oder schlecht, je nachdemdas obere, vernünftige, oder dasuntere, sinnliche Begehrungsver«

mögen herrschend ist. Den» imerster» Falle wird er, der Regelnach, gut handeln, wie es dieVernunft vorschreibt. Im ander»Falle aber wird er sich, der Regel»ach, auch zu allen schlechtenHandlungen Hinreißen lassen, di«der Sinnlichkeit angenehm sind.Ein gutes Herz hat der Mensch,wenn seine sinnlichen Begierdenauf das Gnte gerichtet sind, be-sonders wann sie Wohlwollen ge-gen andere und innige Lheilnahmean ihrem Wohl und Web zu er-kennen geben- Jmentgcgeustehcu-dcn Falle hat er ein schlechtesHerz.

D.