Mak
2§r
Man
Kunst zu mahlen. Denn mansagt auch: die Mahlerey ler-nen oder ausüben. Hier kan»Gemahlde nicht gebraucht wer»den. — Jedes Gemahlde istzugleich auch ein Büo, sofern esdem dargcstellten Gegenstände äbmlichist, und ein Bildniß, so-fern es ein Bild' von einem Men-schen ist (S. Bild rc.) — Schil-deren cn pflegt man solche 'Ge-mablde zu neunen, die in Rah-men eingefaßt, und zur Aus-schmückung in einem Zimmer auf-gehängt sind. Solche Gemäl, l-de haben eine gewisse Aehnlichskeit mit den gewählten Schil-dern der alten Deutschen, unddaher scheint der Ausdruck zukommen. Man sagt daher nurvon einem Zimmer, daß es vollerSchilde-reven sei), wenn sol-che in Rahm-m gefaßte Gemähl-de darin hängen. Sind dieWände bemahlt; so wird das nurMahle re», aber nicht dieSchildere» desselben genannt.
Mäkeln. Tadeln. Mei-stern. Aussetzcn. ü- Un-vollkommenbciten eines Dingesbcmerklich machen. V Wer dieUnvollkommenheiten einer Sacheoder ihres Urhebers bloß anzeigt,der tadelt; wer sie aufsucht,um tadeln zu können, und dieSache auch wegen der kleinsten,wohl auch nur vermeinten Fehlerverwirft, der mäkelt; wer sieanzeigt, um die Sache und ih,reu Urheber herabzusetze«, undsich über ihn zu erbeben, dermeistert; wer endlich Unvoll-kommenheiten einer Sache bloßauzeigt, ohne ihren Urheber dar-um für unvollkommen zu erklä-
ren, dersetzt etwas daran aus.—Das Meistern hat seine Quellein der Eitelkeit und eem Stolze;lind das Mäkeln (von Makel,F hier) entstellt bisweilen ausÜbersättigung ober aus einer ver-wöhnten verdrießlichen Gemüths-stimmung.
Mahnen. Erinnern, ü. Soweit diele Wörter Übereinkom-men, bedeuten sie: jemandemdie Erfüllung einer Pflicht insAndenken bringen. V. Gri ti-li er n hat alsdann weiter keinen,Mahnen aber den Nebenbe-griff, daß man dem, den manmahnt, auch Be vegungsgrnn-de Vorhalt» nm auf seinen Willenzu wirken. Es ist daher gelinder,jemanden an eine Sckuld bloß zi-er inner n, als ihn zu mah-nen. Denn das erste sitzt bloßvoraus, daß man glaube, er ha-be nicht daran gedacht, welck.esauch unverschuldet sevn kann.Das andre aber setzt voraus, daßman zweifle, ob er den Willenhabe, zu bezahlen.
Manche, viele, ü. Ein Inbe-griff von mehreru Dinge». B.Viele bezeichnet diesen Begriffallgemein- Manch«, sind Viele,sofern sie ei» Theil einer nochgrößer,, Vielheit sind. Es giebtviele Sterne, und manchedavon sind Planeten.
Manieren. Sitten, ü. DaSübereinstimmende in de» freyenHandlungen eines Menschen. V.Wenn man dies Manierennennt, so betrachtet man es alsetwas bloß Äußeres und Körper-liches. Wem, man cs Sittennennt, so deijkt man es sich alsetwas, das aus der Gesinnung,aus