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bloß zur Erkenntniß dienlich seyn Lesbar. Leserlichsoll, einqcprägt, was aber gelesen werden kan«,auf den Willen wirken soll, wirdeingeschärst.
Falichheie. Verstellung, ü.
Absichtliche Nichtübereinstimmung »
^ « c-... Spesen. Spucken. U Etwa^
des Bussern mit der inucrn Gesin^ ^ ^ ^
L. WasV. Les«
bar ist alles/ was nur irgendgelesen werden kann; leserlichaber das/ was sich leicht lese»läßt.
«ung. V. Jur Verstellunggehört weiter nichts. Der F a l>sche aber sucht nicht allein durchden an enommcnen äußern Scheinsein Inneres zu verberge»/ sonderner will auch dadurch betragen undschaden. Wer in Gesellschaft denKummer, den er im Herzen trägt,sich nicht merken läßt, sondernvergnügt zu seyn scheint, um LasVergnügen der Gesellschaft nichtzu stören, br verstellt sich.Aber diese Verstellung ist keineFalschheit.
L»rn. Getreide, ü.Saame solches Feldfrüchte,man bauet, um ihren Saamenzur Nahrung für Menschen oderLhiere zu gebrauchen, insonder»heit um Brod daraus zu bereiten.In unsernGegenden wcrdenRocken,Weizen ^ Gerste und Hafer dazugerechnet. D. Korn nennt manden Saameu dieser Früchts, so«fern man ihn an und für sich,bloß als Saamen gewisser Früchtebetrachtet; Getreide hingegen,sofern man ihn als etwas betrach«tet, das der gebaute Acker trägt,und dessen Gewinnung der Zweckdes Ackerbaues ist. Denn Ge-treide kömmt wahrscheinlich vonTragen her. Daher wird z. B.das türkische Korn bey uns nichtGetreide genannt, weil es beyuns nicht Z-veck des Ackerbauesist, dergleichen zu gewinnen.
insonderheit Speichel, ans demMunde werfen. V. Speyenhat den Nebenbegriff der Heftig«keit, womit das Ausgespieneaus dem Munde geworfen wird»Daher wird auch Speyen, imbcsondcrn Siuue, anstatt Erbre»chcn gesagt. Spucken scheintdas Dimlnutivum von Svenenzu scyn, und führt daher den Ne«benbcgriff des heftigen Auswerfcusnicht bey sich. Daher wird esauch, im besondcru Sinne, fürdas gewöhnliche Auswerfcn desSpeichels gebraucht.
Der Versehren. Verletzen, ü.die Ein Ding unvollkomwncr machen.V Die Stammwdrter: Letze»und Sebren enthalten zwar ur«sprüngiich beyde den Begriff desZerreißens, oder des TrennenSder Tbeile. Allein Verletzenwird gesagt, sofern man Haupt»sächlich darauf stehet, daß dieForm des Dinges verdorben wird(s. Verletze». Beschädig n.), undVersehren, sofern man Haupt»sächlich ausdrucken will, daß Be«standtheile des Dinges zu Grundegerichtet werden. Denn Ver»sehre« ist mit Verzehre»verwandt. Wenn von einem Haus«das Dach abbrennt, so ist dasHaus von dem Feuer versehrt,sofern ein Tbeil von ihm zerstörtist, und cs ist verletzt, sofernseine bisherige Gestalt verdorbenist. — Dieser Unterschied giltauch