Z59
Ein
Abh
N a ch t r a g e.
Abhalten. Stören, ü- Ma-chen, Last etwas nicht wirklichwird. (G. Abhalten. Hindern.)V. i) Wenn ich jemanden in sei-ner Lhatigkeit störe» so setzt dasvoraus, daß er dieselbe schon an-gefaugcn habe. Abhalten ^a»nich ihn davon auch, wenn erstenoch nicht angcfarrgen hat, indemich mache, daß er sie gar nichtausübt. 2) Abgebalten wirdjemand nur von Handlungen, ge-stört auch in passiven Ausländenund Veränderungen. Ein Un-glücksfall kann meine Heiterkeit,meine Gemüts,sruhe störe»;man sagt aber nicht, daß er michdavon adhalte. Wenn auch ineinigen Fällen, in Beziehung aufpassive Zustande, Abhalten ge-sagt wird, so wird doch dabcv alle-mal auf die Handlung gesehen,wodurch mau sich in diese Zuständeversetzt. Jemanden von der Mit-tagsruhe abhalten, will sagen:ihn abhalten, daß er sich nichtzur Ruhe begeben kann. ;) S t ö-ren hat den Mbenbegriff des Un-angenehmen, dae dem Gestörtendadurch verursacht wird; Ab hal-ten hingegen nicht. Daher kannnur von empfindenden Wesen ge-sagt werden, daß man sie störe;Abhalten kann man auch vonandern Dingen gebrauchen. Mankann sagen: ein Blitzableiter solleden Blitz abhalte m, daß er dasHaus nicht anzünde; aber nicht,er solle den Blitz stören.
Auflage. Ausgabe, ü. Bcy<de Wörter bezeichnen metonymischden Inbegriff der Eremplare einesBuches, die zusammen gedrucktsind; ob sie gleich eigentlich dieHandlung des Auflegens und Ans-gebens anzeigen. V. Ausgabebezeichnet diese Exemplare bloßvon der Seite, wonach sie etwassind, was aus, d> >. in das Pu-blicum, gegeben wird. Auf-lage hingegen beziehet sich aufdie Koste», die darauf verwendewerden. Dies gründet sich aufdie Bedeutung von Legen, dieauch Adelung anführt, wonaches, Geld wozu hergsben, anzcigt rz. V- ein Kazsttal a» Waarenlegen.— DerHerausgebereines Buches bewirkt bloß, durchAnfertigung des Manuseript«,daß cs ins Publicum kömmt; derVerleger hingegen gicbr dieKosten zum Druck her und bezahltdas Honorar für das Manuseript.
Linppäncn. Linschärsen.U Jemandem etwas so vorzustcl-lea suchen, daß er es nicht vergesse.V< Einprägen deutet bloßem:man suche zu bewirken, daß das,was man einprägt, in derSeele bleibe, gleichsam wie in ei-nem Körper der Eindruck, denman ihm ein prägt. Hingegenwas man cinschärft, das sollauch in die Seele eindringe», urralso auf sie wirken; wie ei» schar-fes Werkzeug in einen Körper ein-dringt. Daher wird das, was