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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
358
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stattete Venntzung eines Grund»stncks, Kapitals öder Rechts em>pfangt, z. B. Zins kor».

Zorn. Grimm. U. Die Leiden-schaft, die durch Beleidigungenerregt wird. V- Zorn heißt die«selbe, sie mag stark oder schwachsiyn. Grimm ist ein sehr hoherGrad des Zorns, und gibt sichauch äußerlich durch wilde, ent-stellende Gibehrden zu erkennen.

Z u in r h e «. Verlange n. ,A iisiiine n. u. Von jemandem >etwas begehren V. Verlan-gen druckt dies schlechtweg aus.Zumuthen und An sin ne«

. aber werde» nur gebraucht, wennwir von jemandem etwas begeh-ren , was unrecht oder ihm be-schwerlich ist, oder worauf wirweiligstcns gar keinen Anspruchmachen können. Dabey bezeich-net Zumuthen mehr dieses Be-gehren selbst, und Ansinnenmehr die Meynung, die wir da-bev zu erkennen geben: daß näm-lich der Andre thun müsse, waswir von ihm begehre». Es istbeleidigend, wenn wir unser»Freunden zumntben, uns zuGefallen eine Lüge zu sagen, undihnen an sin neu, daß sie sichLurch die Freundschaft dazu ver-bunden achten sollen.

Sick Amt ragen. Geschehen.Vorgehen. Vorfällen.Sich Gegeben. Eich Er,äug neu. u. Wirklich werd-m.V Geschehen druckt diesen Be-griff allgemein aus. Wenn etwasgeschieht, was besonder Auf-merksamkeit erregt, io sagt man,daß es vorgehe; so wie dasje-nige vorfällt, was unvermurth'et geschieht. Es begibtsich, sagt man, wen» etwas ge-schieht, was man als den Grundvon andern, darauf folgendenVeränderungen betrachtet, undes allo mit diesen zusammen als«ine Begebenheit austeket.Sofern das» was geschieht,in Beziehung auf seine Ursachengedacht wird, saat man, daß cssich zutrage. Es kann sich zu-

tragen, daß schon im Früh-jahr Gewitter kommeg, heiß!: cskann Ursache» geben, die dies be-wirken. Sick Eräugnenstammt von Auge ab, und istalso ursprünglich: sichtbar wer-den. Daher wird cs gebraucht,wenn etwas geschieht, wasbesonders merkwürdige oder über-haupt solche Folgen hat, die vor-züglich ui die Äugen fallen.

uträglich. Heilsam. Nütz-lich. ü. Das, wodurch etwasGutes gewirkt wird. V. N ü tz<lich nennt man so wohl Perso-nen als Sachen, Heilsam undZuträglich aber nur Sachen;uns zwar Heilsam nur solche,die das Wohlsepn empfindenverWesen, Zuträglich aber auchsolche, i-ie die Vollkommenheitandrer Ding« befördern. Es isteiner Uhr zuträglich, wenn siebisweilen ausgeputzt wird. Demmenschlichen Körper ist es heil-sam, sich bisweilen zu baren.Bcydes ist n ü tzli ch, Aber auchderjenige, der für die menschlicheGesellschaft viel Gutes wirkt, istein nützlicher Mann- Alleiner kann nicht ein heilsameroder zuträglicher Mann ge-nannt werden.

! ntrjrt. Zugang. Da» A n >treten, ü- Was diese Wörterbedeuten, findet statt, sofern einePerson zu einer andern geht. V.Zugang be» jemandem hat der-jenige , der mit ihm eine vertrau-tere Bekanntschaft hat, und da«her uneingeladen und unangemel-det öfters z u ihm gehet. Zu-tritt schließt diese vertraute Be-kanntschaft aus. Geringem oderFremden »erstattet man Zu trittin seinem Hause- Das Antre-ten enthält den Begriff: daß der-jenige, den wir antr'etcn, vonweit köherm Stande, als wir,und kesondre Ehrerbietung zu for-dern berechtigt sey. Untertbaneutreten ikreu Landesherrn an,wenn sie zu ihm geben, um ihmeine Bittschrift zu überreiche».