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dert. V- Wer dies thut, weilsein Verstand keine festen Grund-sätze hat, der ist wänkelmürthigr wer es thut, weil es ihman Festigkeit des Willens gebricht,der ist veränderlich oder un-beständig. Der Wankelm ü-thige ändert seinen kaum gefaß-ten Entschluß, oder kann auchwohl zu gar keinem Entschlüssekommen, weil er bald dies, balddas für das Beste halt. DerVeränderliche und Unbe-ständige faßt zwar Entlch'üste,aber er bleibt nickt lange dabep»weil sein Wille keine Kraft dazuhat, sondern sich durch jeden neuenEindruck, durch j de Schwierig-keit oder durch schnellen Überdrußwieder davon ablenken laßt. DerWankelmuthige macht sichdurch die Schwachheit seines Ver-standes oft lächerlich, der Ver-änderliche und Unbestän-dige durch die''Schwachheit sei-nes W llens oft verächtlich. —Unbeständig deutet bloß aufdas Abwrichen von der bisherigenEntschließung, Veränderlichweiset noch auf den Nebenbegrisf:daß dies öfters geschehe.
Ungehalten. Böse. Zornig.Unwillig, ü. Wer über das,was -in Andrer gethan hat, Miß-vergnügen empfindet. V. Un-willig und Böse heißt jeder,der dieses Mißvergnügen empfin-det, wen» der Grad desselben auchnvch genug ist; nur mit demUnterschiede, daß Böse mehrauf das Unangenehme der Em-pfindung, und Unwillig mehrauf die Verabscheuung besten,worüber er unw! lli g ist, hin-weiset. — Veydes kann auch
bloß in der Seele verschlossenbl iben. Der Ungehalteneaber hält seine Empfindungennicht zurück, sonder» äußert sieLurch Worte, Getehrd» undHandlungen. — Zornig istder, der in so hohem Grade böseund unwillig ist, daß er dadurchin Leidenschaft gesetzt ist. DerZorn kann den Menschen allerBesinnung berauben und zu dengrößten Gewaltthatigkeiren hin-reiße». — Da wir kein Unrechtjo stark empfinde», als das, wasuns selbst w'delfährt, so pflegenuns nur Beleidigungen, die unsselber zugefügt werden, in Zorn zusetzen, und zwar nur in dem Au-genblicke, wo sic uns widerfahren,zumal wenn sie uns unerwartetüberraschen. Böse und Un-willig werden wir auch überjc^cs andre Unrecht, und zwarnicht bloß über gegenwärtiges,sondern auch über vergangenes.Man kann die Nachrichten vo»den Handlungen eines Roberrs-pierre, Pkthio» re- nicht ohne dentiefsten Unwillen lesen.
»gern. Unwillig. Un-sre'-willig. ü. Geschieht das,was m;t Zwang geschieh«. V-Unfreywillig tlmn wir das,wozu «in Andrer uns zwingt.Denn, dies zu thun, ist daunkein Entschluß unseres eigenenfreycn Willens. Ungern undUnwillig können wir eineHandlung auch thun, wenn keinAndrer uns dazu zwingt. Den»Ungern zeigt nur an: daß unsdie Handlung unangenehm sey,und Unwillig: daß wir einenWiderwille», eine Verabscheuungdagegen haben. Wir zwingen
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