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Umringen und Umzingelnwird nur von lebendigen Dinge»gebraucht» und zwar nur dann,wenn sie einen völligen Kreis umetwas Kerum bilden. Italien istvom Meere umgeben» abernicht umringt und nicht um-zingelt. — Das UmringenFan» mit und obne feindliche Ab-sicht geschehen- Das Umzin-geln geschieht nur in feurdl.cherAbsicht, und enthalt ein engeresEiuschließen, um das Eingeschlos-sene in der Nabe anzugreifen.Die Zuhörer umringen de»interessanten Erzähler» um kernWort verloren gehen zu lassen.Die Reitercy aber umzingeltbisweilen einen kleinen HaufenInfanterie, um ihn nieder zuHanen.
Unbefangen. Dreist. st.Wer durch keine Leidenschaft ver-hindert wird» so zu reden und zuhandeln, wie eS den Gegenstän-den, oder seiner wahren Mey-«ung gemäß ist V. Die Leiden-schaft, deren Nichtseyn Dreistanzrigt, ist bloß die Furcht (S.Dreist re.); Unbefangenaber schließt auch alle andern Lei»denschaften aus, welche die obge-dachte Frevhcit im Reden undHandeln verhindern, ja auch sol-che Urtheile des Verstandes, dieeben diese Wirkung habe«. Wereinen Andern hasset, kann sehrdreist (furchtlos) aber nicht un-befangen über ihn urtheilcn.Dies hindert sein Haß. WerVorunhcile gegen ein philosophi-sches Lehrgebäude hat, urthciltdarüber nicht unbefangen,wenn er auch noch so dreist ist.
Unbehaglich. U,n,angris«hm.
ü. Dasjenige, dessen Nichts,»« !oder Aushbren wir begehren V. iU n b e h ag l i ch geht nur auf den jganzen Zustand, worin wir unsbefinden, und der durch vieleeinzelne kleine Empfindungen be-wirkt werden kann; Unange-nehm auch auf die einzelne«Empfindungen. — Unbehag« >lichkeit entsteht nur aus wirk- >lichen Eindrücke» auf unser Ge-fühl, wogegen auch das bloße ,Nichtsev» einer Sache uns un-angenehm seyn kann. Es istuns unangenehm, wenn ein ^erwarteter Besuch nicht kömcnl; !aber nickt unbehaglich— End- ilich beruhet die Unbehaglich« >keit auf dunkeln Vorstellungen. !Wir sind uns der Gründe nickt ber !mußt, die unfern Zustand eigentlich 'unangenehm machen.Hingegmein unangenehmer Instandkann auch aus völlig klaren Vor-stellungen bestehen.
Unbeständig. Veränderlich,ü- Was sich leicht ändert. N.Veränderlich wird zur Be-zeichnung dieses Begriffs ohneUnterschied, Unbeständig hin-gegen alsoann gebraucht, wen»das, was sich ändert, eine Kraft !ist, oder von ihr abhängt. Die .Mcyuuugcn eine» Menschen (die ivon seiner begehrenden Kraft ab- !hange») sind v e r ä n d e r l i ch undunbeständig, und der Menschin sofern selbst. Das Verhältnis !der Begriffe in einem bejahenden >Urtheileist verän derlich. Man «nennt eS aber nicht unbestän-dig.
Unbeständig, veränderlich,wa » kelinürhig. st. Wer
seine Entschließungen leicht än-dert.«