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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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alsdann uns selbst dazu. Weretwas ungern tbut, läßt cs sichbisweilen nicht merke»; wer et-was unwillig tbut» pflegt zumurren und zucklagen.

Ungestüm Heftig. Wild,ü- Was mit großer Kra't wi'.kt.V. Heftig bezeichnet diese» Be-griff allgemein. Ungestüm istdas Heftige, sofern es unange-

das nicht Gewisse nur dann ge-nannt, wenn die Gründe dafürund dawider gleich, und alsozwey Fälle da sind, von de-nen man nicht weiß, welch.s derwahre sey. Ja s»b,ec.iverBedeutung ist derjenige zwei-felhaft oder ungewiß» demetwas zweifelhaft oder ungewißist-

nehm, beschwerlich oder schädlich üng ew. Zweifelhaft. Un-

ist oder dafür gehalten wird;und Wild heißt es» sofern eszugleich unordentlich und unregel-mäßig ist- Eine heftige Lei-denschaft wird ungestüm» wennihre Gewalt beschwerlich und ge-fährlich wird. Wenn sie dannnoch wachst, so wird ihr wildesFeuer einen Aufruhr in der Seeleerregen, der alle gute Ordnungzerstört, und die Herrschaft derVernunft» die Gesetze der Sitt-lichkeit und Anständigkeit über deuHauken wirft. Weil die Men-schen uud Thiere, so lange sieohne alle Cultur sind, eine ge-wisse angeborne Wildheit ha-ben; so wird auch durch wilddasjenige bezeichnet, was nochdurch gar keine Cultur vervoll-kommnet ist, z- B wildesObst,wilde Volker rc.

Ungewiß. Zweifelhaft, ü.Was nickt gewiß ist. V. BeydeWörter werden so wohl in objekti-ver als subjektiver Bedeutung ge-braucht. Im letzter» Falle be-

zeichnen sie gewisse Zustandede« denkenden Subjects; im er-

entschlossen. Verlegen,ü. Wer zu keinem Entschlüssekommen kann. V. Unent-schlossen druckt deu Mangeldes Entschlusses selbst aus. Un-gewiß und Zweifelhaft be-ziehen sich auf den Zustand derErkenntniß, der jenen Mangelzur Folge hat- Dem Ungewis-sen ist es ungewiß, uud demZweifelhaften ist es zwei-felhaft (S. d. vor. Art), wel-ches das Rechte oder das Bestesey, wozu er sich zu entschließenhabe. Verlegen heißt derUnentschlossene, sofern er sich ineine Schwwngkeit verwickelt sicht,woraus er sich nich' zu findenweiß, und dis ihn furchtsam macht,daß er de» Unrechten Entschlußtreffen werde. (S> Bestürzt rc.)Verlegenheit »st immer eineinzelner Zustand, der durch dievorhandenen Umstände herbevgerführt wird. Das kann die Unent-schlossenheit auch sevn. Sie kannaber auch habitmll seyn, undalsdann «st sie ein Fehler des Cha-rakters.

stern sind sie Prädicate dessen, was Ungewtrcer. Gewitter.

gedacht wird. In dieser objekti-ven Bedeutung heißt Ungewißüberhaupt alles, was nicht gewißist; .Zweifel.hafk aber,, wird

Donnerwetter. st. EinWetter mit Blitz und Donner.V. Sofern ein solches, dlos alseine Naturerscheinung übcrvauptbetrach«