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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
333
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erteuung angenommen, wenn die«selbe der rechten entgegengesetztist. Diesen Unterschied beob<achtet auch der uneigentliche Ge»brauch; wenn mau z. B. sagt: sei-ne Gesinnung umkehren, undverkehrte Gesinnungen haben.

Umbaust. Vorhang. Gar-dinen. ü. Ein Stück Zeug,das eine Sache verhüllt. V-Wennes vor der Sache hängt, soist es ein Vorha n g; wenn esum dieselbe herum gehängtwird, so ist es ein Umhang.Die Umhange um Betten, sowie dieVorhange vorF nsteni,heißen Gardinen; welches Worteinige Sprachforscher von dem al-ten Gard, Umgebung, Umzäu-nunq, herleiren.

Umsetzen, rauschen, wech-seln. ü. Eine Sache gegen eineandere Sache veräußern. D- Tau-sche» bezeichnet diese» Begriffallgemein. Umsetzen wird voneigentlichen Maaren gesagt, dieein Kaufmann bey dem anderngegen andreWaaren vertauscht.Wer aber wechselt, der ver-tauscht Geld gegen andres Geld. Wenn man vom Gclde biswei-len sagt, daß man es umsetze,so betrachtet man es als Waare,und gebraucht daher auch diesenAusdruck nur, wenn von großenSummen die Rede ist. Mankann «vc> Ld'or gegen Courantumsetzen, aber einen Rtdlrwechselt man. DiejenigenHandschriften, welche man W e ch-sel nennt, haben ihren Namendaher erhalten, weil sie ursprüng-lich nichts anders waren als An-weisungen auf solche Geldsorten,welche die Kaufleute in einem an-

dern Lande, wohin sie zur Messegingen, gebrauchten. Es wurrdn also dadurch verschiedeneGeldsorten gegen einander ver-tauscht.

msonst. Unentgeltlich, sj.Ohne Vergeilung. V. Unent-geltlich bezeichnet genau diesenBegriff. Umsonst heißt über-haupt: um nichts. Wenn abervon Handlungen die Rede ist, wo-für man eine Vergeltung zu er-halten pflegt, so wird unent-geltlich insonderheit von dem-jenigen gesagt, der keine Vergel-tung dafür verlangt. Umsonstauch svon dem» der sie verlangt.Aus Freundschaft besorgt manbisweilen ein Geschäft unent-geltlich, und ein Sachwalterhat bisweilen alle seine Arbeit um-sonst gethan, wenn lern Klientam Ende »iht bezahlen kann,msonst Vergebens. st.Ohne Erfolg. V. Vergebensbezeichnet Liesen B griff über-haupt. Umsonst sagt man. so-fern der mangelnde Erfolg als et-was Gutes oder Nützliches gedachtwird. Durch diesen Begriff kömmteben Umsonst mit Un en tge l t-lich überein (S d. vor. A:t.).Ich habe vergebens gearbei»tet, heißt: meine Arbeit bat keine»Erfolg gehabt. Ich habe umsonstgearbeitet, .will sagen: mern« Ar-beit bat den beabsichtigten Nutzennicht gehabt.

mztngeln- Umringen. Um-geben. ü- Um etwas herumeinen Kreis bilden. V. Umge-ben sagt man auch von leblosenDuigen, und zwar auch schondann, wenn der Kreis, den siebilden, nicht völlig geschlossen ist.

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