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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
332
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Übe

zzr Umz

Hobe Mevnnng von sich selbstäußert. V Der S t öl z äußertsich durch übertriebene Anmaßun-gen und Ansprüche ans Achtungund Ehrerbietung; der Über-mut» Lurch den Mißbrauch, denwir von unfern Kräften und oer-m-ynten Vorzügen dadurch ma-chen, daß wir so handeln, alswen» uns alles erlaubt wäre, allessich in unsre Launen fügen, undalles uns gelingen müßte. DerStolz entsteht aus Eigenliebe»und wird durch Schmcicheleyenund unverdiente Bewunderung ge-nährt. Den übcrmuth erzeugtdas Gluck, das uns alles, waswir anfangen, gelingen laßt', in-dem es u»s dadurch zu einer ho-hen Meynnng von unfern Kräf-ten oder Vorrechten verleitet,übersteigen, übertreffen,si. Großer seyn als etwas ande-res. V. über steigen wird inden Fällen gebraucht, wo von et-was geredet wird, was größer ist,als dasjenige, was durch ein ge-wisses Ding gewirkt werden kann.In den übrigen Fallen sagt manübertreffen. Ein Menschübertrifft oft den andern auSchönheit; und die Arbeiten desEinen würden oft die Kräfte desAndern übersteigen.

Umarme». Umfangen. Um-fasse». Umschlingen, ü.Eia Trug rings herum cinschlie-ßen. V Umfassen druckt die-' feu Begriff allgemein aus. Um-armen und Umfangen be-zeichnen ein Umfassen, dasaus innerer Empfindung entsteht,oder dergleichen erregen soll. Ei»Freund umarmt uns aus Zärt-lichkeit, uud ei» Flehender uni»

fangt unsre Knie. Der U,kr<schied besteht darin, daß man nurdie ganze Person umarmt, aberauch einzelne Theile ihres Körpers,z. B. die Knie, umfängt.Umschlingen wird eigentlichnur von biegsamen Körpern ge-sagt, die sich um andere herumwinden. uneigentlichen Ge-brauche deutet cs daher auf einefestere und innigere Vereinigungbcy dem Umfassen. ZärtlicheFreunde halten sich bisweilen festumschlungen.

smgang. Bekanntschaft,ü- Verhältnisse solcher Personen,die sich einander kennen. V. ZurVekaiinntschaft wird weiternichts erfordert, als daß die Per-sonen einander kennen- Wirkönnen daher auch mit solchenBekanntschaft haben, diewir nicht persönlich, sondern mirdurch Briefwechsel keimen, odermit denen wir nur bisweilen aneinem dritten Orte zusammen kom-men. Umgang haben aber nurdiejenigen mit einander, die sichnicht bloß persönlich kennen, son-dern auch öfter zu einander ge-hen, um mit einander in Gesell-schaft zu seyn.

mgekehrt, verkehrt, ss.Dasjenige, Lessen Richtung einerandern entgegengesetzt ist. V. Um-gekehrt kann man sagen, dieseandre Richtung mag die rechteseyn oder nickt; Verkehrt nurdaun, wenn sie die reckte ist. EinKneasheer hat eine umgekehr-te Stellung angenommen, wenndie Richtung derselben der bishe-rigen entgegengesetzt ist, die bis-herige mcgte gut oder schlechtseyn. ES hat eiue verkehrteEkel-