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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
302
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Sau zc

Sause». Brausen, ü. DieseWörter werden von stüssigen Kör-pern gesagt, die hörbare Bewe-gungen machen. V. Sausenbezeichnet jeden Hall der beweg-ten Luft; Brausen nur LasGeräusch, was die heftigern Be-wegungen der Luft, oder desWassers oder ähnlicher Flüsffgkei-te» verursachen. Wegen derÄhnlichkeit mit den heftiger» Be-wegungen einer brausendenFlüssigkeit wird auch von einerLeidenschaft gesagt, daß sie auf-brause, wenn sie mit Heftig-keit ausbricht.

Schaden. Unheil, ü. WaSfür denjenigen, den es betrifft,ein übel ist. V. Ein Schadenist ein negatives übel, und beste-het darin, daß etwas Gutes auf-gehoben, verringert oder verhin-dert wird- Unheil (das Gegen-theil von Heil, Gluck) ist al-les positive Böse. Wenn in ei-ner Gegend feindliche Heere ste-hen; so leiden die Einwohner gro-ßen Schaden, wenn sie gehin-dert werden, ihre Äcker zu bestel-len und Früchte zu erndten. Au-ßerdem aber müssen sie auch oftnoch viel Unheil erfahren, z.B. Mißhandlungen, Lebensge-fahr, Hungersnoth, ansteckendeKrankheiten u. s. f.

Schaden. Beschädige».Schaden rhuN. U. Die Voll-kommenheit eines DingcS vermin-dern. V. Dies kann geschehen,entweder dadurch, daß man dieVermehrung seiner Vollkommen-heit hindert, oder dadurch, daßman es unvollkommuer Macht,als. es bisher wa^. Das erst«heißt schaden, das andre be»

Scha

schädigen, und bcydes istSchaden thn». Eine großeDürre schadet den Fel'dfrüch,len; indem sie ihren Wachst!,»«hindert; Ein Hagelwetter be-schädigt dieselben und bei,desthut Schade». Wenn die-se Wörter von Personen gebrauchtwerden, so unterscheiden sie sichauch noch dadurch, daß Beschä-digen auf die Person selbst,Schaden thun auf ihr Ver-mögen, und Schade» auf EhreUnd Glück sich bezieht. Bei) ei»»Feuersbrunst werden oft Personenbeschädigt, indem sie verwun-det werden. Wer in der Jugendseine Zeit und sein Geld unuohverschwendet, der thut siin.mVermögen Schade» und scha-det seinem künftigen Glucke.

Schadlos. Unbeschädigt.Entschädigt, si. Ohne Scha-den. V. Schadlos und ent-schädigt werden nur von Per-sonen , unbeschädigt Mchvon Sachen gesagt. Bey einemSturme bleibt ein Schiff und sei-ne Mannschaft bisweilen unbe-schädigt. Sofern bloß vonPersonen die Rede ist, beziehetsich unbeschädigt auf die Per-sonen selbst, schadlos und ent-schädigt auf ihr Vermöge».(S. d. vor. Art.) Wer aus sei-nem brennenden Hause entkömmt,ohne verwundet zu werden, dekbleibt unbeschädigt, und wennihm sein Verlust ersetzt wird, sowird er entschädigt undschadlos gehalten. Ent-schädigt setzt einen gehabtenVerlust voraus, schadlos abernicht. Auch der, der nie einenVerlust leidrt, bleibt schadlos,aber