den eine« Sachwalter, derdie Sache eines Andern in Schutznimmt, wenn sie auch gar keinGegenstand gerichtlicher Verband-1 luvten ist.
Hammeln. Versammeln.Zusammenkommen. u.Prä-Licate, die mebrern Dingen insofern zukomme», als sie sich aneinen Ort diubcwegen. V Sam«me ln wird hauptsächlich nur vonleblosen Dingen, »«rsammelnnur von Ieb> »Ligen, und Zusam-menkommen von beydea ge-sagt. B v Harken Regen sam-melt sich Master in den V> Nie-tungen Wo aber ein Aas ist,i La versammeln sich diä Ad-^ ler. — Zusammenkommenunterscheidet sich von den beydenandernWorter» auch »och dadurch,daß es auch schon von zwei) Din-gen gesagt wird; sammelnu»d versammeln aber nur vonmehrern. Jcd kann mit einemquten Freunde Zusammen-kommen, aber nicht mich mitibm versammeln.
Sauer. Herbp. Bitter, fi.D>ew Wörter kommen in der un-eigentlichen Bedeutung darinüberein, daß sie das, was uuau«genehme Empfindungen erregt,nach der Lbniichkcit mit Ge-schmacksempfindungen bezeichnen.
' D. Sauer ist das, was bloßbeschwerliche, herbe und bit-ter, was schmerzhafte Empfin-dungen verursacht. Das Bit-tere aber schmerzt tiefer undlänger, als das, was bloß her-be ist. Denn der herbe Ge-schmack verursacht bloß ein unan-genehmes Zusammenziehen desMundes, Der bittere kann
höchst ekelhaft scyn und noch kan«ge einen ekelhaften Nachgeschmackerwecken.
Sausen. Trinken, ü. EineFlüssigkeit vermittelst des Mun-des in sich zieh n. V. Trin-ken bat weiter keinen Nebenbe-griff. Saufen aber b den-et:übermäßig trinken, sofern cs vonMensch « gesagt wird; Und be-zeichnet überdem ein solches T r i n-ken von seiner ekelhaften undniedrigen Seiko. Denn ursprüng-lich bedeutet Saufen eine Flüs,sigkeit in g-oßer Menge und mitmerklichem Geräusch in sich zie-hen; wodurch sich denn die mibe«herrschte sinnliche Begierde liben-dig darstellt. Von jenem Ge-räusch ist auch der kaut des Wor-tes Saufen eine Nachahmung.Daher wird auch von den Tbie-r.n, die ihren Trank in großerMenge und mit Geräusch in sichziehen, gesagt, daß sie saufen.
Säumen. Zaudern. Zögern,ü. Eine Handlung nicht rasch an-fange» oder fvi Netzen V Zö-gern kommt her von Ziehen,wovon cs das Freaueiitativu,!! ist,und be.eutet daher überhaupt:den Anfang oder die ForNetzungeiner Handlung dadurch in rieLänge ziehen, daß man sie voneinem Augenblicke zum andernaufschicbt — Wer zaudert,der zögert aus Unentschlossen-heit ; und wer säumet der zö-gert aus Mangel an Kräften,oder aus Scheu vor der Müheund Arbeit. — Säume» kömmther von Saum, eine Last, dieein Pferd oder Maulthier trägt,»nd wodurch cs gehindert wird,sich lasch zu bewegen.
Sau,