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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Pra 291 Pro

oder zu ziehen sucht, in der Thätschon und vortrefflich ist. Weraber mit etwas prahlt, derrühmt sich solcher Vorzüge, dieet nicht hat, oder denen er einenzu hohen Werth bcylcat. Esbraucht aber das Prah len nichtge ade durch Worte zu gesche»Heu, obgleich im Nitdersachsischei!Prahlen laut reden bedeutet.Auch derjenige prahlt mit sei-nem Gelbe, der, um einen Gro-schen zu bezahlen» seine ganzeBörse auf dem Tasche ausbreitet,um dicUmstehcnden glaube» zu ma-chen, daß er reich sey. Pru » kenist das Juicnsioum von Pran-gen, und bedeutet! übermäßigprangen. Dies ist aber der Fall,wenn der äuss.re Glanz einer Sa-che ihrem inner» Wecthe, oderdem Stande und Vermögen des-sen, der damit prangt, nichtangemessen, also ei» Werk derEüilleit rst u. s. s. Die präch-tigen Kleider einer vornehmenDame würden bey einer Frau vongeringcrm Stande einen eitel»Prunk ausmache».

Prahle«. Gre> sisprecheu.A u f sch u e i d en. ft. Durch seineLieden eine Sache als größer odervortrefflicher vorstellen, als sie rst.V- Der Prahler und Groß-sprecher suchen von ihren eigernen Vorzügen eine größere Vor-stellung zu erregen, als der Wahr-heit gemäß ist. Sie rühmen sictzsolcher Vollkommenheiten, die siegar nicht oder Nicht in so hohemGrabe haben. Der Aufschnei-der vergrößert auch solche Ding«über die Grenze» der Wahrheit,die nichts dazu beytrageu, aufsei»« eignen Vorzüge eia günsti-

ges Licht zu werfen. Wenn stz. D- von einem heftigen Sturm-winde erzählt, so bat derselbedicke Elchen abgebrochen, wenn esauch nur dünne Tannen gewesensind. Prahlen und Groß-sprechen unterscheiden sich da-durch, daß das letzte immer durchWorte geschieht, das erste aberauch durch andre Handlungen ge-schehe» ka»tt (S. d. vor. Art.)

Prophet. Weissager. Wahr«sa ger si- Wer vcrho g.ne Din-ge weiß und Andern betanntmacht. V- Der Pr 0 pet weißund offenbart nicht allein die ver-borgene Zukunft, sondern auchunbekannte und verkannte Lehre»der Religion und Moral. DerWahrsager hat eS nur mitBegebenheiten zu rhun; aber nichtbloß mir zukünftigen, ssneet»auch mit vergangen.n »nd gegen-wärtigen, indem er z-B-den ver-borgenen Dieb, der etwas gestoh-len hat, bekannt macht. Außer-dem bat der Propchet seine Er-leuchtung Lurch eine uumitreldaregöttliche Offenbarung. DerWahrsager gründet seine vor«gebliche Kemitniß des Verborge-nen apf abergläubische Künste.Daher wird wahrsagen immerin verächtlicher, prophezeyhs»immer in guter Vcdeutu..g ge-nommen» obgleich das letztere jetztauch demjenigen beygelegr wird,der ohne eine göttliche Offenba-rung etwas Künftiges vorhcrsi.bt,sofern nur ein höherer Grad desVordersehUiigsvdrmbgtuS dazu er-fordert wird Durch Weis-sager hat man -öS griechischeProphet übersetzt Und es ist bisT L jetzt