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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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292
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Pru 292 Putz

jetzt »roch I kein Unterschied in derBedeutung beydcr Wörter.

Prunk. Pracht. Gepränge.Pomp. Prahlerei, ü- Wasdurch das Anseben von Schönheitund Vortrefflichkeit in die Sinnefallt. V- Prahlerey, Prachtune Prunk unterscheiden sichwie P r a h l e n, Prangen undPrunken (S. Prablen re)Pomp (da^ griechischep,mp») ist ursprünalich die Prachtbey feyerliche», öffentliche« Ankezügen; und bedeutet daher auchüberhaupt einen hoher» Grad vonPracht, Vergleiche», sich für hohePersonen bey feyerliche» Gelegen-heiten schickt. Geprängebedeutet, wegen des häufendenGe, ein hauffges Prangen. Die-ses gehäufte Prangen ist zwar ge-wöhnlich ein Werk der Eitelkeit,und die Bescheidenheit vermeidetdaher gern alles Gepränge.Aber es kann auch seyn, daß esuntadeldaft ist, wenn cs den Sa-chen und Personen angemessen ist,wie das Gepränge bey derKrönung des deutsche» Kaysers.

Pünktlich. Genau, st. Wasvollkommen so ist» wie es scynsoll, ohne die geringste Abwei-chung. V. 1) Pünktlich wirdnur von dem gesagt, waö geschieht;Genau auch von dem, was ist.Fwey Flächen können ^ g e 11 a n,aber nicht pünktlich auf ein-ander paffen. Man soll aber ei»Versprechen genau und pünkt-lich erfüllen. 2) Wenn auch bcy-de Mbrt.r von Hqndlnngcn oderBegebenheiten gebraucht werden»so zeigt doch»ktstich nuran, daß gerade der rechte Punktgetroffen sey. Hingegen Genau

will sagen: daß auch nicht mehrgeschehen sey, daß alles völlignahe bey dem rechten Punktegeblieben sey. iDeun genau istmit Nabe verwandt. Wer imBezahlen pünktlich ist« derbezahlt jedem zu rechter Zeit ge-rade so viel, als er zu fordernhat. Wer geua u darin ist, derhütet sich, keinen Pfennig zu vielzu gebe»

Puy. Schmuck. Zierde. Zier-rätst. Verzierung, ü. Das,was zur Vermehrung der Schön-heit einer Sache dient. D. Pu-tzen bezeichnet den geringer» Gradvon Verschönerung, Sch mu-ck ey »uvZieren einen höher»;und da zur Schönheir vor allenDingen zncrMetnlichkett erfordertwird, so bedeutet Putzen oft»veiler nichts als reinigen. Mauputzet die Schuhe, wenn mausie reinigt. Schmuck ist et-was, was durch Glanz und Kost-barkeit zur Verschönerung einesDinges dient, und daher gewöhn-lich nur bey feyerliche», Gelegen-heiten gebraucht wird. Die Ju-wele» gehören zum Schmuckeiner reichen Frau, und ein seide-nes Kleid, das für eine ärmereschon ein kostbarer Schmuckseyn würde, gehört uur zu ihremPutz, wenn sie dergleichen ge-wöhnlich trägt, so bald sie nuraus dem Hause gebt. Iier-rathen und Verzierungensind solche Dinge, welche dieSache, woran sie angebrachtsind, nickt eben durch Glanz undKostbarkeit, sondern durch einewohlgefallende Form» also durchSchönheit im eigentlichen Ver-stände, verschönern, wie z. B.

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