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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Lurch unbehulflich in seinenBewegen. In lebendigen Kör-pern kann die Unbehulflich»kcit aum in Trägheit und Man-gel an Geschicklichkeit ihren Grundhabe».

Plump. Bäurisch. Unhöf»lich. Grob. Lölpisch. ü.Wer in seinem äußern BetragenMangel an Bildung zeigt. D.Der Tölpel ist ungelenkig, un-geschmeidig in seinen Bewegungen,er rennt mit seinem Bückling dieLeute um; erist unbehülflick (s-d.vor. Art.) gleichsam wie eio Klotz.Darauf führt auch die wahrschein-liche Ableitung dieses WorkS vonDörpel, welches im Holländischeneine Thürschwelle bedeutet undaus Dürpiilil, Thürpfahl, ent-standen ist. Die Absichtzu be-leidigen bat aber der Tölpeleben so wenig als der Bäuri-sche, der nur in seinem Betra-gen eine gänzliche Unbekaunt-schaft mit dem, was der' Wohl-stand erfordert, an den Tag legt.Der Plumpe, Grobe und U nrhöfliche stud beleidigend undverletze» die Achtung, die sie An-dern schuldig sind.' Der Un-höfliche unterläßt bloß, An-der» die Achtung zu bezeigen, dieer ihnen bezeigen sollte. DerPlumpe und der Grobe sinddurch wirkliche, die Wohlanstän-digkeit verletzende Handlungenund Rede» beleidigend. DerPlumpe ist dies aus Mangelg» Gefühl für daS Schickliche;der Grobe auch aus Manael anAchtung für Andre, aus Stolzund Übermut!)! weswegen auchder feinste Weltmann bisweilengegen die, an denen ihm nichts

gelegen ist, sich grob beträgt.Es ist unhöflich, wenn manmit cin-m Gaste» den man ein«gela: cn hat, gar nickt spricht, undsich um ihn nicht bekümmert. Esist plump, wenn man ihm,ohne das Unschickliche zu fühlen,geradezu sagt, daß man ihn mirum eines Andern willen eingeladcnhabe; und wenn man ihm ebendies aus Stolz und übermuthsagt, so ist es grob.

Pochen. Trotzen, ü. Hart-näckig worauf bestehen- V Po-chen wird von dem gesagt. deretwas fordert, Trotzen von dem,der etwas verweigert. Der po-chende Gläubiger dringt auf Be-zahlung, und dertr 0 tzige Schuld-ner verweigert sie.r) Pochen führtden Begriff von Lärm und Unge-stüm mit sich; Trotze» Len Be-griff von Muth und Stolz diesich auf ein wahres oder falschesGefühl seiner Kräfte und seinesRechts gründen. Denn Poche»bedeutet auch: schlagen, stoßen;wie in Anpocken, Pochwerk u- d.gl. und Trotze» kömmt her vonTrotte», befehlen; wovon auchnoch Truchseß, eigentlich Trot-seß, übrig ist.

Prahlen. Prangen. Prun-ken. ü. Durch etwas, das manfür vortrefflich hält- Aufmerksam-keit oder Bewunderung errege«,oder zu erregen suchen. V. WeilPrangen und Pracht auchvon den Sacken gebraucht wird,die durch Schönheit oderVortreff-lichkcit in die Augen fallen; sosagt man nur dann: daß jemandmit etwas prange, wen» das,wodurch er die Aufmerksamkeitund Vewuiidruiig auf sich ziehtoder