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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Seite
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Nie

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Ni m

den Angelegenheiten dieser Par-teyen gar keinen Antheil, oder ergibt doch keiner von ihnen über-haupt einen Vorzug. Der Un -parke yische kann der einenPartcy einen Vorzug geben, abernur keinen unrechtmäßigen. Derbnrgerl'che Rechter soll unpar-tyisch, aber ersann nicht neu-tral seyn. Denn er muß dereinen Parte» den Vorzug geben,iiid.m er ihr Recht gibt. Par -t.eyisch ist nur der, der die einePut y bcaünstigt, nicht aus ob-jekiven Gründen, die von derG^rechhgleit ihrer Sache bergc-vomm>n sin?, sondern aus sub-jektiven Gründen, die ihm seinIukrefsi, seme Leidenschaften u.s.f. lan die Hand geben.

Niedrig. Tief. si. Was nichtbock ist. V Niedrig ist das,was über einer gewissen Grund-fläche oder Grundlinie nicht hocherhaben ist. Was unter derselbenist, ist Lief. Denn Tiefstammt ab von dem Angelsäch-sische» llutian, welches das nie-dcrsächsischc Ouosten und das hoch-deutsche Tauchen und Taufenist Ein Haus, das nur wenigEllen hoch ist, heißt in sofernniedrig, aber nicht rief. Wen»hingegen der Grund des Meeresvon der Oberfläche desselben weitentfernt ist, so ist er tief abernickt niedrig unter der Ober-fläche. Eine tiefe Wunde ge-het weit unter die Haut in dasFleisch. Sofern man diedritte Dimension eines Körpers(ausser seiner Lange und Breite)die sonst auch Hohe beißt, alseine Ausdehnung betrachtet, dievon dem höchste» Theile seiner

Oberfläche nach unten hingehek,nennt mau sie die Tiefe, abernicht die Nicdrig keit des Kör-pers. Dieter Unterschied zeigtsich auch in dem »»eigentlichenGebrauche. Ein niedrigerStand ist über wenige andere er-hoben. Niedrige Gesinnungenerheben sich wenig oder gar nicktüber ganz schleckte. Hingegeneine liefe Untersuchung bleibtnicht auf der Oberfläche ihres Ge-genstandes, sondern dringt in dasInnere desselben ein. TiefeGefühle afficiren die Seele nichtleicht und oberflächlich, son:erngehen gleichsam in das Innerstederselben.

liedrig. Niederträchtig.U. Was auf der untersten Stufeder Sittlichkeit stehet, oder sichwenig darüber erhebt. V Nie-drig heißt jeder Charakter, jedeGesinnung, jede Neigung, jedeHandlung u, s. f., deren mir ei»solcher Mensch fähig ist, der sichüber den untersten Grad der Sitt-lichkeit noch wenig oder gar nichterhoben hat. Niederträchtigheißt daS Niedrige, soferu cSans Mangel an Sclbstschätzungentsteht, oder dam t verbunden ist.Der filzige Geiz ist ein niedri-ges Laster, und wenn er sich umeines kleinen Gewinustes willenjede hrrabwürdigende und beschim-pfende Behandlung gefallen laßt,so ist er niederträchtig.Zimmer. Nie. Niemals,u- Was in keinem T^eile einergewissen Zeit ist. V- Was in derzukünftig u Zeit nicht seyn wird,das wird Nimmer, d. i. niemehr seyu. Was aber weder inLllr zukünftigen noch in der gegen«war«