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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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daß die Gründe säe diese Mey-nung unserm Verstände dieselbegleichsam anbickm.

Nennen Benennen, st DenNabmeu e ncs Dinges angcdcii.D. Man bene ii nt aber ein Ding/nm es kenntlich zu machen, n»Lvon andern zu unterscheiden. Mannennt cs auch in jeder ander»Absicht. In einem Testamentemuffni die P.rsouen, die an derErbschaft Tbeil baden sollen, ge-nau benannt seyn. In einemBriefe nennt man sich ans Höf-lichkeit einen gehorsamen Diener.

Nerr. Rein. st. Was nichtsFremdartiges enthält. V- Reinbezeichnet bloß diesen Begriff.Reines Silber enthalt keinKupfer, kein Gold und überhauptnichts, was nicht «Silber wäre.Nett ist das, was nicht alleinnichts Fremdartiges, sondern auchnichts überflüssiges enthält- Einnetter Anzng muß nicht bloßrein und nicht schmutzig seyn,sondern auch genau paffen, undkeine überflüssigen Theile enthal-ten- Auch be» abstraetcn Gegen-ständen wird dieser Ausdruck ebenso gebraucht. Eine nette De-finition enthalt keine überflüssigenMerkmahle.

N - u b e g i e r r> e. Neugier.Wissbegierde. Vorwitz,st Die Begierde etwas zu wissen.V Wißbegierdc bedeutet dievernünftige Begierde nach Ver-mehrung seiner Erkenntniß, undwird immer in dieser guten Be-deutung genommen. Neu-best er de ist die Begierde, dasNeue zu wissen, insonderheit dieBegebenheiten, die eben erst ge-schehen sind. Sie kann, nach

Verschiedenheit ihrer Quelle, »»,schuldig und tadelhaft seyn.Neugier oder Neugierig-keit hat immer eine'böse Bedeu-tung und bezeichnet die Ncube-gierde, sofern sie leidenschaftlichstark ist. (S. Naseweis- Neu-gierig.) Wie sich N - nqier vonVorwitz «nterscheide, ist >ciwaangezeigt (S. Naseweis rc)

Neues. Neuigkeit. Neue-r u ii g. ü. Was noch nicht langeda gewesen ist. V- r) EtwasNeues heißt dies in jedem Falle.Neuigkeiten aber nennt mannur Begebenheiten, die vor kurzemerst geschehen sind. Eine eben ersterfundene allgemeine Wahrheit istetwas Neues, aber keine Ne»ig-keit. r) Etwas Neues kanneine Begebenheit auch heißen,sofern bloßp-die Erkenntniß vonihr erst bekannt geworden ist;wenn sie selbst auch schon vor lan-ger I.it geschehen ist, in welchemFalle sie keine Neuigkeit ist.Die Begebenheiten im dreißigjäh-rigen Kriege sind keine Neuig-keiten. Sie sind aber etwasNeues für den, der sie zumersten Male hört. Neue-rung bezeichnet eine Verände-rung einer Sache, wodurch sic ineine» Instand kömmt, der von demvorigen merklich verschieden ist;und hat'gewöhnlich den Nebenbeigriff: daß derjenige, der die N e u e-rung macht, kein Recht, oderwenigstens keine hinreichenden ver-nünftigen Gründe dazu habe.

Neutral. Unpar che risch,ü. Wer keiner von entgegenge-setzten Parteycn einen »nrecb!-maßigen Vorzug gibt. V. DerNeutrale nimmt entweder an

den