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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
281
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Nat 281 Neh

unter dem Namen Volk den wermge» zahlrueyen hoher» entgegengesetzt.

Natürlich. Naiv. fi. WaSder Natur eines Dinges gemäßist. V. l) Naiv >o:rd nur vonmenschlichen Handlungen und Re-den gebraucht, sofern sie Getanek-n und Empfindungen ausdru-cken; Natürlich auch von allenandern Dingen. Der Mahlersucht een rargestellten Körpernihre natürlichen Farben zugeocn , aber nicht ihre naivenFarben, r) Menschliche Hand-lungen und Rede» heißen nurdann naiv/ wenn sie nicht alleinein natürlicher/ sondern auchunüberlegter Ausdruck vonGedanken oder Empfindungen find.Alsdann verratbcn sie okr etwas/das der Handelnde oder Redendenicht zu offenbaren cur Jutrcffehatte. Es könne» aber derglei-chen Handlungen und Reden ihreQuelle habe» nicht allein / in derUnbefangenheit der Unschuld / diesich nichts bewußt ist/ was siedurch Kunst und Überlegung zuverbergen Ursache hätte/ sonder»auch in der Einfalt und Armuthdes Verstandes und in der Ver-blendung durch Ludenschaft.

Neben. Be?. U> Vorwörter/welche dasjenige Verhaltniß einesDinges zu einem andern bezeich-ne»/ welches darin besteht/ daßes mit demselben zusammen ist.D- Es ist aber ei» Ding bey ei-nem andern / wenn cs nur nichsvon ihm entfernt ist; cs mag übri-gens vor oder hinter ihr»/ überoder unter ihm/ oder auch ihmzur Seite seyn. Neben ihm

ist es nur, wenn es ihm zurSeite ist.

Nehmen. Fassen. Greisen,ü Diese Wörter kommen darinüberein/ daß sie eine Handlung be-zeichnen/wodurch wir ein Ding inunsre Gewalt zu bringen suchen«V. Nehmen bezeichnet diesen Be-griff am allgemeinsten. De^n,da cs wahrscheinlich von NaheVerkömmt/ so bedeutet es über-haupt: sich eine Sache nabe/ oder,sic in ein näheres Verhä>tn:ß mitsich bringen. Wer eine Fraunimmt/ oder eine verlasseneWa ss zu sich nimmt/ der bringtdiese P rionen in ein näheres Ver- rniß mir sich. Man fassetaber eine Sacke/ wenn man sieumschließt/ um sie fest zu baltcu/cs sey mit den Händen oder miteinem aadcrn Werkzeuge. DaSGreife» geschieber nur nnt denHände»/ und bey den Tbierenmit den Klanen oder Pfoten- DerAdler greift seine Beute mitLen Klauen/ faßt sie mit demSchnabel/ und nimmt sie zusich / indem er sie verzehrt.Nehmen. An nehmen, ü- TineSacke in seine Gewalt/ oderüberhaupt in ein näheres Vcrhalt-niß mit sich bringen- V> Neh,men bezeichnet diese Handlungallgemein / es mag ein Andrer dieSachen haben oder nichr/ undmag sie/ im ersten Falle/ uns a-bict.n oder nicht. Auch der Diebnimmt dab/ was er stiehlt.Annehmen können wir nurdas/ was uns angeboren wird.Wenn man sagt/ daß wir eineMeyunng an nehme»/ sofernwir sie für wahr halten; so grün-det sich daS. auf die Vorstellung:

Laß