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von ihm vermindert wird. V. SichNähern zeigt bloß an» daßman dem Dinar näbcr komme,als man vorder war; wenn manübrigens auch noch sehr weit vonihm entfernt ist. Man nahetsich ibm aber nü- dann, wennman ihm nahe kömmt.
Narbe Schmarre. Schram-me. Ü. Zurückgebliebene Zeichenzugel^ilter Wunden V. Narbenheißen dieselben in jedem Falle,welche Gestalt sie auch habe» mö-gen. Sch m arrenundSchr am-me» sind lange Wunden, der-gleichen durch einen Säbeldiebentstehen. und deren zu- ückacblierbene Zeichen; und zwar Schmar-ren, wenn sie tief, Schram-men, wenn sie leicht und stachsind.
Naseweis. Neugierig,vorwitzig, ü. Wer eine ver-nunftwidrige Begierde, etwas zuwissen, hat. V. Der Nase-weise äußert diese Begierde aufciue voreil-ge und unbescheideneArt, und setzt durch seine Fragenund ls'thei'e oft Personen, denener Achtung schuldig ist, in Ver-legenheit. Der Neugierigehar eine!eidenschafili<F'Begierde,etwas Neues zu erfahren. Dieseleieeuschafiliche Wärme seiner Be-gierde kann z. B- daher kommen,weil ihn die Langeweile quält, oder,-weil er ans Schadenfreude gernetwas Bö'es von Andern erfah-ren will u d. g. — Vorwitzigwurde ursprünglich in guter Be-deutung genommen. Denn Vor-w tz ist, seiner Abstammung nach,nichts anders als Vorherwiffeu.Allein, weil das Vorherwiffender ungcwlsien Zukunft meist un-
möglich und das Streben danachtböricht nud unerlaubt ist, zu-mal, wenn es sich abergmubischcrMittel bedient; so bedeutet nunVorwitzig überhaupt denjeni-gen, der solche Dinge zu wissenoocr zu erfahren sucht, die ernicht wissen kann, oder nicht zuerfahre» suchen soll- Es wärevorwitzig, wen» jemand mitLebcnsgrfahr von einer Anhohehinunter springen wollte, bloßum zu erfavren, ob er geschicktdazu scy.
'aß. Feucht, ü. Heißt einKörper, sofern eine Flüssigkeitsich an ihn angehängt, oder ihndurchdrungen hat. V. Feuchtbezeichnet den geringer», Naßden Höher» Grad dieses Zustan-des. Kleid-r, die durch Eintau-chen ins Wasser naß gewordenund getrocknet sind, können nochfeucht sepn, wen» sie auch bey,nahe schon wieder trocken sind,lario». Volk, ü- Eme Men-ge Menschen, die zu Einem Gan-zen vereinigt sind. V. In Volkist die Menge, in Nation dieVereinigung zum Ganzen der ber«vorstechriidc Begriff. Diese Ver-einigung bestand anfangs bloß inder Abstammung von einem ge-meinschaftlichen Stamme (wor-aus das Wort Nation hinwei-set) nud hernach in der Verbin-dung zu einer bürgerlichen G'scll-scdast. Eine zusklnmengelaiifenrMenge Menschen wird daher ei»Hausen Volks, aber nicht e nHaiif.li Nation genannt, weilhier bloß auf die Menge gesehenwlrd. Eben darum werden auchin der bürgerlichen Gesellschaftdie zahlreichen niedrigen Ständeunter