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Livree. Monrur. Uniform.
ü. Eine gleichförmige Kleidung,wodurch diejenigen, die sie tra-ge», von andern unterschiedenwerden sollen. V. Livree tra-gen die Hausbcdieute«, Monturdie gemeinen Soldaten, und U n i-form andere, insonderheit höherePc, tonen Livree kommt ohneZweifel h.r von I-ivrer und L i e>
'fern, und bezieht sich auf dienoch im r6ten Jahrhundert beste-hende Gewohnheit, daß diejenigen,die einem Herr» dienten, von ihmLieferungen von Lebensmit-tel» und Materialien zur Kleidungbekäme». (Vergl. den Art.Lackey re.) — Monturkömmt her von dem französischenIiiomer, zum Gebrauche fertig! machen; in welcher Bedeutungman sagen kann: monier ler rrou-^ xes, d. i. sie durch Bewaffnunguud Bekleidung zum Gebrauchefertig machen. — Uniformbedeutet jetzt nicht bloß die unter-scheidende Kleidung für die Offi»eiere der Soldaten, sondern auchsürander« Stände. Denn es giebtz. B. auch P 0 st u n i form euu. s. f. Allemal aber ist die Aus-zeichnung des Stande« die Ab-sicht, wozu die Uniformenbestimmt sind.
Loben. Rühmen. Preisen,u. Lin günstiges Unheil über einePerson oder Sache Lurch Worteausdrücken. B. Wir loben je-manden, wenn wir unsere guteMeynung von ihm überhauptdurch Worte auSdrückcn, sey esauch, daß wir sie nur ihm selbstzu erkenne» geben. Denn Lobenhieß ursprünglich bloß Beyfallgeben. So lobe» wir einen
fleißigen Arbeiter, wenn wir ihmunsere Zufriedenheit zu erkennengeben. — Dagegen heißt R ü h-men: das günstige ttrtheil überjemanden unter Amern zu ver-breiten suchen. Denn Ruhmist eine ausgebreitete Ehre? uuddas Wort kömmt her von Rufen.Was aber gerufen wird, das kön-nen viele hören- — Preisen(von Preis, preeium) heißt: ei-nem Dinge einen hohen Wrrthbeylegen und dieses Urtheil durchWorte ausdrücken.
Locken Reizen si. Durcheinen angenehmen Eindruck dieSinnlichkeit errege», V Rei-zen hat weiter keine», Lockenaber den Nebenbeariff: daß mandadurch j manden zu etwas Bösenbewegen will. Auch ein unschul-diges Mädchen kann reizendsepn; aber eine Buhlerin lockt,um zu verführen, — D eserUnterschied gründet sich darauf,daß Locken zunächst von Thie-ren gebraucht wird, die manlockt, um sie zu fangen. V-yThiercn wird indessen Lockenanck m guterBed, ukuug gebraucht.Man lockt die Hübner, um siezu füttern. Bey M aschen bataber das Wort gewovnlich nurdie angczeigte bö-e Bedeutung.Denn, wen» man Menschen zuetwas Guicm bewege» will, sokann man sich a» ihre Vernunftweudcn, uns braucht es' nichtdurch sinnliche Eiuorücke zu be-wirken. — Bey der Personifieartion lebloser D,nge hat Locke»eine gleichgültigeBeeeutuug, undheißt bloß: erregen, hervorbria-ge». Der Frühling lockr dieBi üten hervor«
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