Lock
2Z8 Loo
Locker. Lose, ii. Was nichtfest ist. V. Locker aber heißtdas, was darum nickt fest ist,weil seine Theile nicht zusammen»hangen, wie z. V. ei» Haufentrockner Sand. Hingegen loseheißt das, was durch etwas an-ders nicht fcstgehalten wird. EinSchloß fitzt ganz lose an eurerTbür, wenn Lrc Nagel cs nichtfest halten.
Lohn. Belohnung. Preis,ü. Das Gute, was jemand füreine gute Handlung empfangt.V. Lohn ist etwas, was alsSchuldigkeit gefordert werde»kann; Belohnung aber nicht.Das Gesinde bekommt Lohn,ein fleißiger Schüler eine Be Io h-nung. Da aber das, was alsSchuldigkeit soll können gefordertwerde», genau bestimmt leyn muß,so wird Lohn nur für gemeinekörperliche Arbeiten gegeben, weiles nur bey solchen Arbeiten möge"lich ist, ihren Werth genau nachGelde zu schätzen. Für edlereArbeiten und Handlungen, wozugeistige Vollkommenheiten gehö-ren, gicbl man eine Beloh-nung.— Preis ist eigentlichdie Belohnung des Siegers in ei-nen, Wettstreite. Kampfer z, B.ringen um den Preis. Daherbedeutet Preis überhaupt eineBelohnung, sofern man sich dar-um bewirbt, oder beworben hat.—Wenn in einigen Fallen Lohnanstatt Belohnu » a gesagt wer-den kan», z. B. die Tugend findetihr-m Lohn oder ihre Beloh-nung in sich selbst; so kömmtdas daher, weil bc»de Wörterauch noch eine allgemeinere Be-deutung haben, wonach sie mit
Vergeltung überhaupt finn-ocrwandt sind.
ohnen. Belohnen. Bezah-len. ü. Jemandem elwas fürseine Arbeit gehe». So weit sinddiese Wörter sinnverwandt. Sonstbedeuten Lohn nuo Belohnungüberhaupt das, was j mand fürseine Handlungen bekömmt. (S.den vor. Art.). W. Man be-zahlt aber die Arbeit, d. h. mangiebt ein Ägmvalent dafür; undl o b n t den Arbeiter. Daher sagtman: ein Arbeiter sey seinesLohns werth. Wenn n an sagt,daß man den Arbeiter bezahle,so heißt das, man bezahltihm seine Arbeit.— Lohnenund Belohnen unterscheide»sich wie Loh» und Beloh-nung. (S. den vor. Art.)
Loos. Schicksal, ü. Die unsbetreffenden glücklichen und un-glücklichen Begebenheiten, die un-abhängig von uns erfolgen. V.Sofern wir dieselben dem Zufällezuschreibcn, nennen wir sie unserLoos; sofern wir sie aber alsFolgen einer unwiderstehlichenNvthweudigkcit betrachten, un-ser Schicksal. (S. Fügung m)ooe. Ungefähr. Zufall.t>. So nennen wir Begebenheiten,deren Ursache uns unbekannt ist.V- Wenn man eine solche Bege-benheit einen Zufall nennt > solaßt man es unentschieden, ob siegar keine Ursache babe, oder obuns diese Ursache bloß unbekanntsep. Man will nur auzcige»,daß uns die Begebenheit ohneunser Juthlin gleichsam zufalle.Durch Ungefähr will man sa-gen baß die Begebenheit keineUrsache habe, und daß man daher
ihr