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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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einer gewissen Schule/ und dann

' überhaupt/ der von einem gewis-sen Lehrer unterrichtet wird/ oderunterrichtet worden ist. Eni S ch ü-Icr eines berühmten Lehrers kannman also auch dann noch heißen/wenn der Unterricht langst anfge-hört hat. Viele berühmte Philo-sophen habe» sich zeitlebens Lcib-nitzens Schüler genannt.Ein Jünger ist ein Schüler vor-dem Urheber einer neuen Lehredie er zu verbreiten sucht. Kantund Fichte baden jetzt ihre I ü »rger / die sich bemühen - den Leh-ren dieser Männer Eingang zuverschaffen.

Leiblich. Eheleiblich. Na-türlich. ü. Diese Wörter be-zeichnen die Verwandschaft zwi-schen Elter»!und Kindern. V.Leiblich gehet bloß auf ine Ver-wandtschaft/ ohne einen Neben-begriff von Rechtmäßigkcit oderUnrechtmäßigkeit. Es wird aberauch von der Verwandtschaft sol-cher G schwister gesagt/ die eincr-ley Vater und Mutter haben Derleibliche Bruder stehet demStiefbruder entgegen. Daaber jemand leibliche Kinderhaben kau» / die nicht in einerrechtmäßigen Ehe geboren sind/so werden die letzter»/ zum Un-terschiede/ auch eheleiblicheKinder genannt. Natür-lich heißt zwar eigentlich alles/was der Natur gemäß ist. Allein«S hat dieses Wort auch verschie-dene besondre Bedeutungen. Inder Sprache des Rcckts stehet esdem Positiven / durch bürgerlicheGesetze Eingeführten entgegen.In diesem Sinne sind natürli-che Kinder solche, die nicht in

einer durch die Landcsgesetze ge-nehmigten Ehe geboren sind, unddaher auch nicht die Rechte genierßen/ welche die positiven Gesetzeden echten Kindern beyieae».ieiche. Le ich 11 «m. Rumpf,ü- Der todtc Leib des Menschen.V- Nach dem gegenwärtigen erstspät enksiandenen Sprachgebrau-chs istLeich 11 a m ein jeder tod-ter menschlicher Körper; und solange er ei» Gegenstand der F per-lichteste», ist/ womit man denVerstorbenen zu ehren glaubt/heißt er eine Leiche. Daherwird auch Leiche/ niemals aberLeichnam/ für diese Feyerlich-keiten selbst gebraucht. Mansagt: wir haben heute eine Lei-che/ aber nicht einen Leich-nam. Ein Rumpf ist ei»Leib 0 ne Kops/ auch wohl ohneArme und Beine,cichrfeocig. Murhivilliy.ü. Wer ans Lust etwas rhut/ wo-von er weiß oder leicht wissenkönnte/ daß es andern schädlichist. B. Der Leichtfertige ijrzu allem leicht fertigt. Er be-friedigt seine Lust/ ohne sich erstzu bedenken/ ob das/ was erthlin will/ Andern schädlich undempfindlich seyn werde; oder/wenn er cs vorhersieht/ ohne dar-auf zu achten. Der Muthwil-lige ist sich des Schadens be-wußt/ den er Andern zufüat/ umsich daran zu ergehe». SeineBegierde nach der Befriedigungdieser Lust ist aber so stark/ daßer ihr nicht widerstehen kann.(S. Frevel); wie auch die Ab-stamm,ing-vcn Mukhcn / heftigbegehre« / aiueigk. Mutbwil-lo ist also ei» größerer Fehler/

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