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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Kosten, sofern sie als Schadenund Verlust betrachtet werden.Das U n bedeutet in dieser Zusam-mensetzung etwas Böses, wie z. V.auch in Unmensch, Ungewit-ter u. d gl.

Kraft. Stärke. Vermögen,u. Das in einem Dinge, wodurchgewisse Wirkungen hervorgebrachtwerden könne». V- die Kraft istdas, was die Wirkungen wirklichhervorbringt. Vermögen be-zeichnet die bloße Möglichkeit, siehervorzubringen; wie schon dieAbstammung zu erkennen giebt,indem Vermögen und Mög-lich einerley Stamm haben. EinVermögen ist also ein Prädi-kat , was einer Kraft zukömmt,und zwar in sofern, als es ihrmöglich ist, gewisse Wirkungenhervorzubringen; undeineKraftkann mehrere Vermögen ha-ben. Die Vorstelluiigs kraft dermenschlichen Seele hat verschiedeneVermögen, als: Gedächtniß,Verstand, Vernunft. Stär-ke ist ein bestimmter, insonderheitein höherer Grad von Kraft.Denn Stärkestehet der Schwach,heit entgegen.

Kraftlos. Nnkräftig.S ch rvfa ch. li. Was keine großeWirkung hervorbringt, es sc» auswelchem Grunde es wolle. Wasaber aus Mangel an Kraft garkeine oder keine beträchtliche Wir-kung äuffert, das ist Kraftlosoder Schwach. Line Arznev,die gar keine oder nur wenigKraft hat, auf den Körper zuwirken, ist schwach oder kraft-l p s. Eine solche aber, die nichtaflf de» Körper wirkt, ist un-.kräftig. Dieser Mangel an

Wirkung braucht aber nicht im-mer in dem Mangel an Kraft, erkann auch in andern Ursachen ge-gründet scyn. Eine sehr starkeArzncy bleibt doch bisweilen ohneWirkung, und ist also unkräf-tig. Schwach und Kraft-los unterscheiden sich dem Gradenach. Schwach ist dem Star-ken entgegengesetzt. (S. den vor.Art.) Was also nur keinen ho-hen» Grad von Kraft hat, istschwach. Was gar keine Krafthat, ist kraftlos. Ausserdiesen Unterschieden sinder sich nochein anderer. Un kräftig wirdnur von leblosen, Schwach undKraftlos auch von lebendige»Dingen gesagt. Eine Arzncp kannschwach, kraftlos, und da-her uukräftig seyu. Aber derKranke ist nur schwach undkraftlos, aber nicht unkräf-tig.

rank. Kränklich. Krank-haft. Unpaß. Siech Un-gesund. ü. Nicht gesund. V.Ungesund bezeichnet diesenBegriff schlechthin. Durch einegewöhnliche Metonymie wird aberauch das ungesund genannt,was eine Ursache oder Wirkungvon Ungesnndheit ist. Unge,sunde Speisen; eine unge-sunde Gesichtsfarbe. EineKrankheit ist ein ungesunderZustand von bestimmter Art-, derseine eigenthümliche» Zufälle undZeichen hat, und durch verursachteSchmerzen oder Schwachheitenden gewöhnlichen Gebrauch derGlieder hindert. Das Gallen-fieber, die Lungensucht u. s. f.sind Krankheiten. Wer eineKrankheit hat, der ist kra »k.

Siech