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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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K r ä 24Q

Siech bezeichnet keine ein-zelne, bestimmte Krankheit, son-dern einen kbhern Grad von Un-gesundheit überhaupt, wobey derMensch matt und kraftlos umher-schleicht, ohne gerade bettlägerigzu seyn, und seine Lebenskraftnach und nach aufgerieben wird»Das Wort kommt her v»n demniederdeutschen Luclnen, seufzen,und dentetaiso nur überhaupt aufeinen Zustand, der unangenehmgenug ist, Seufzen und Klagenzu erregen. Wer unpaß ist,der leidet nur einen leichten An-stoß an der Gesundheit. Wenndieser Ausdruck von Paß, dasrechte Moaß, herkommt; so ister gerade das, was mau ausdru,cken will, wenn um» sagt: mirist nicht recht. Kränklichist derjenige, der oft allerlei) Zu-fällen ansgcsctzt ist, woraus leichtKrankheiten entstehen können.Dieses Wort enthalt also theilseine Verminderung des Begriffesvon Krank: theils deutet esauf einen dauernden Zustand-Krankhaft wird nicht von demMenschen, sondern von seine»Zuständen gesagt, sofern sie kran-ken Zuständen ähnlich, oderWirkungen davon sind. Euiekrankhafte Hitze ist der Hitzebcy einer Krankheit ähnlich; undein krankhafter Puls ist dieWirkung einer Krankheit.

Kränken. Schmerzen, ü.Eine unangenehme GcmüthSbewe-gunz erregen. V. Alles, waseine solche Gemüthsbewegung er-regt, schmerzt uns. Eskrä »ktuns aber nur dann, wenn es einUnrecht ist, das wir erleiden, in-sonderheit, wen» dadurch unsere

Kre

Ehre oder die Achtung verletztwird, worauf wir Anspruch haben,oder zu haben glauben. Kränrk e u können uns daher auch iißcfreye Handlungen. Was durchNaturnothwendigkcit oder durchZufall geschieht, kann uns schmer-zen, aber nickt kränken. DerangezeigteNebcnbcgriffvouK ran-ken kommt daher, daß Krankehedem schlecht, verächtlich bedeu-tet hat.

Kreio. Umkreis. Bezirk.Revier, ü. Em Stück Lauc-cs,sofern Ss in gew sie Grenzen ein-geschlossen ist. 'V- Kreise nenntman Abtheilungen eines Landes.Dies können zuvörderst größereAbtheilungen seyn. So ^Deutsch-land in zehn Kreise gctheilt,wovo^r jeder mehrere Fürftcnthü-mer, Grafschaften u. s. f. in sichbegreift. ES könne» auch kleinereAbtheilungen sevu, wie z-B. dasFurstenthum Halberstadt in drcyKreise gctheilt ist. Die Gren-zen eines Kreises können ganzwillkührlich durch denjenigen -be-stimmt seyn, der die Abtheilmizgemacht hat. Umkreis undBezirk bedeuten cigentllch de»Umfang eines Stücks Landes.Man gebraucht aber Umkreiswenn von dem Umfange selbst,und Bezirk, wenn von dem dieRede ist, was dieser Nmfanq insich begreift. Das Gebiet dieserStadt hat 20 Meilen im Um kr ei-se, und in ihrem ganzen Bezirkfindet man lauter fruchtbareÄcker. Wenn Revier, wie einigeglanbcn, von dem Französische»rivisre hcrkömmt, so würde eszunächst eigentlich ein S'ück Lan-des bedeuten, das durch eine»Fluß