Kost 2z8 Kost
Lsst. Zehrung. 8. Was je-mand zu seiner Nahrung gebraucht.V. Zehrung beißt dieses beydemjenigen, der sich in der Frem-de auf Reisen befindet; Kost beydem, der zu Hause ist, oder dochan dem Orte seines gewöhnlichenAufenthalts. Man bezahlt Kost-geld für den, der au einem be-stimmten Orte unterhalten wird,und giebt einem Reisenden Zehr-geld.
Löstlich. kostbar. ü. Waseinen großen Werth hat. V- Kö st-lich ist eine Sache, soferu sie ei-ne» Hobe» inner» Werth hat;kostbar, sofern sie einen hohenPreis hat. Line köstliche Mu-sik, d- i. die einen hohen Gradvon Schönheit bat, ist nicht im-mer eure kostbare, d. i. einesolche, die nur für einen hobenPreis zu haben lst. — Köstlich(von Kosten, schmecken) ist ur-sprünglich daS, was dem Ge-schmacks, und hieraächst» wasüberhaupt höchst angenehm ist.Kostbar (von Koste», Gelten)ist das, was viel Aufwand erfor-dert.
Kostbar. Kostspielig. u-Wasviel Aufwand erfordert. (S- denvor. Art.) D- Kostbar bezeich-net diesen Begriff allgemein.Kostspielig aber heißt das,was viele kleine und unnütze Ko-sten verursacht. Eine große Wirth«schaft kann auch für den bestenWirth kostbar sey»; für denunordentlichen wird sie k o stsp i e-lig. — Dieses letztere Wortstammt ab von dem alten Spil-len, verlieren, und lautete sonstKostspillig.
Kosten. Schmecken. ü> Durch
den Sinn des Ge'chmacks etwasempfinden. V. Schmecken be-zeichnet diesen Begriff 'chlechthin,und ist eine Nachahmung desLautes, den der Mund beymSchmecken pflegt hören zu lasse».Kosten» das wahrscheinlich spä-ter aus dem Lateinischen Luitor«entstanden ist, bedeutete in dmältesten Zeiten überhaupt: prüfe»,versuchen, und sodann: durch eenSinn des Geschmacks etwas prü-fen oder versuchen. Man kosteteine Speise, wenn man etwas da-von in den Mund nimmt, um z»erfahren» was sie für einen Ein-druck auf den Geschmack mache.—Schmecken wird metonymischauch von den Dinge» gesagt,welche man schmeckt. Man sagt:dieser Wein schmeckt gut; echat einen guten Geschmack,iosten. Gellen, ü. Sagt ma»von den Dingen, die einen Preisim Gelde haben. D- Gelte»deutet auf den Werth der Dinge,der durch ihren Preis bestimmtwird; Kosten auf diesen Preisselbst, d. i. auf die Summe, dieman dafür giebt. Ich habe Pfer-de gekauft, die jetzt roo Thal»ge.lten (werthfind); sie koste»mir aber nur 80 Tbaler, (ichhabe nur 8o Tvaler dafür gegeben).Denn Gelten beißt überhaupt:einen Werth haben. Eine Münzegilt nicht, wenn sie keinen Werthhat. Kosten aber stammt abvon dem Lettischen Lost, lunum,impenlae.
osten. Unkosten, ü. Allesdas, insonderheit das Geld, wasauf eine Sache verwendet wird.V. Kosten nennt man dies i»jedem Falle. Unkosten sindKosten,