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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Kau 227 Keh

versteht. D- Unverständlichist eine Re»e schon, wen» keinZusammenhang darin zu entde-ckcn ist, wenn auch di« Vedeu-tvngen der einzelne» Wörter derkönnt sind- Rotbwälsch undKaoderwälsch aber wird eineRede nur genannt, w.enn auchdie einzelnen Wörter unverständ-lick sind. Die Endsylbe Wälsch(von Wale» ein Ausländer)zeigt überhaupt etwas Auslandssches an, ob eS gleich in demMittelalter bauvtlächlich fürIta«liänisch und Französisch gebrauchtwurde, weil Italien und Frankreich damals den Deutschen ammeisten bekannt waren? wovonauch noch jetzt Italien Wälsch-Iand beißt. RothwalschundLänder wälschsich aber dadurch, daß das letzterevon jeder völlig unverständliche»Rede gesagt wird, das erster« abereigentlich die Sprache bedeutet,welche die europäischen Zigeuner,Spitzbuben uud verdächtigen Bett-ler unter einander reden, in wel-cher Sprache Rot einen Bettlerbedeutet. Das Lander inKauderwälsch leitet man abvon dem niederdeutschen Kbd-dern.

Laufmann. Handelsmann.Lrämer. ü- Derjenige, dessenGewerbe in dem Umsätze vonMaaren besteht. D. Zum Be-griffe eines Kaufmanns ge-hört, daß er die Waarea, womiter sein Gewerbe treibt, selbst ge-kauft habe und wieder ver-kaufe, daß es also auch eigent-liche Maaren seyen, die durchKauf und Verkauf umgesetzt wer-de». Hanbelsmaau vvnHan-

deln, mit Andern Geschäffte trei-ben, hat einen weitern Begriff.EinHandelsmann kann bloß»oder neben eigentlichen kauf-männischen Geschäften, auchCommissions, Speditious, Ban»guiersgeschäffte betreiben. EiaKrämer verkauft im Kleinen.Kram, wovon dieses Won her-kömmt , bedeutet ursprünglich ei-ne Menge mannichfaltiger unter-einander liegender Dinge. EiaKramer aber hat manoichfalti«ge Maaren, womit er Handeltreibt, weil er sonst, da er allesnur im Kleine» verkauft, keineahinlänglichen Gewinn davon ha-ben würde. Ein Kaufmannhingegen, der im Großen handelt,hat oft nur eiucrley Waare.

Gurgel. Scklund.u- Die Röhre» des Halses. V.Kehle begreift sowohl die Spei-seröhre als auch die Luftröhre,nach ihrer ganzen Länge. Des-wegen sagt man auch im gemei-nen Leben: es sey etwas in dieUnrechte Kehle gekommen,wenn es, statt in die Speiseröhre,in die Luftröhre gekommen ist.Das Wort scheint mit Höhleverwandt zu seyn, da die Ver-wechselung der Gutturalbuchsta-ben H und K nrcht ungewöhnlichist, und in den Werken der Kunstjede lange Vertiefung gewöhnlicheine Kehle genannt wird. DieGurgelist der Eingang der Hals-röhren, also an dem äußern Hal-se der Theil, der unmittelbar un-ter dem Kinne liegt, und an deminnern der Theil der Kehle, denman bey weit geöffnetem Mundesehen kann. Daher sagt man,daß einer durch die Gurgel spre-P » che,

unterscheid«» Dehl«.

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