Käst
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Kau
sonen, die in einerley oder ähnli-chen Geschäften einander zugesel-let sind. V. Kameraden nen-nen sich solche Personen in dennieder» Ständen, Kollegenin den hoher» oder in Ehrenstelleu.Ursprünglich stammt zwar Ka-merad von Kammer ab. Zu-nächst aber ist es von dem franzö-sischen Lsmekixle hergenommcn,und dieses bezieht sich auf Ld-m-dre-, eine Gesellschaft gemeinerSoldaten, die zusammen zu einerWirthschaft gehöre». Das WortKollege haben wir aus dem La-teinischen. Bey den Römern abernannten sich z. B. die KonsulnKollege».
Lasten. Liste. Loffer. La-de. ü. Tragbare Behältnisse,die aus Brettern gemacht werden.V. Eine Kiste ist von Bretternbloß zusammengeschlagen und wirdgewöhnlich gebraucht, etwas dar-in einzupackcn, das mau verschi-cken will. Ein Kasten ist zu-sammen gespundet und oft mit ei-nem Schlöffe versehen um zuge-schloffen zu werden. Er bestehtauch nicht immer aus Brettern;es giebt z. B- auch eiserne Ka-sten. Eine Lade ist unten en-ger als oben, und wird gewöhn-lich nur von gemeinen Leuten,hauptsächlich von Knechten undMägden, zur Verwahrung ihrerSachen gebraucht. Ein Kofferist ein solcher Kasten, der mitEisen beschlagen und so eingerich-tet ist, daß er leicht kann fortgerbracht werden, zu welchem Be-hufs gewöhnlich eiserne Hand-griffe daran angebracht sind.Truhe kömmt mit Lade überein,ist aber in Niederscutschland nicht
gebräuchlich. — Ursprünglich hatLade ohne Zweifel eine viel wei,tcre Bedeutung gehabt. Denn eskömmt her von Laden» und be-deutet daher eigentlich jedes Be-bältniß, worin etwas eingela«d 0 n oder eingelegt wird. Daherwurden sonst sogar die SargeTobten laden genannt- Auchsagt man noch Vnndeslade,Kirchenlade, Schublade,und die Handwerker nennen dieBehältnisse, worin sie Freyheits«briefe, Kundschaften und gemein-schaftliches Geld aufbewahren, ih-re Laden-
Lästeren. Züchtigen, ü. Je-mandem unangenehme Empfin-dungen znfügen, um ihn z» bes-sern. V. Ursprünglich war Ka-steien mit Züchtigen einer-lei). Denn es hieß anfangs Ka,stigen und kömmt her von d.mlateinischen cliig-re, züchtigen.Jetzt ist es ein kirchlicher Aus-druck, der hauptsächlich von deinen gebraucht wird, die durchGeißeln, Fasten, Enthaltsamkeit,Abgeschiedenheit u. s. f. sich selbstunangenehme Empfindungen ver-ursachen, entweder um sich da-durch ein Verdienst bcp Gott zuerwerben, oder sich eine höhereVollkommenheit zu geben, odersinnliche Begierden zu unterdrü-cken. Wer hingegen gezüch-tigt wird, der wird immer durch«inen andern gezüchtigt. Auchsoll die Züchtigung bey ihmniemals etwas Verdienstliches,sondern immer nur Besserungs-Mittel seyn.
Lauderwälsch. RothrvälschUnverständlich, ü. So »eu»tman eine Rede, die man nichtver-