außerdem noch mehrere-; und je-nes Dcrzeichniß ist in ihm nichtdie Hauptsache. Denn man be<zeichnete durch dieses letztere Wortdie Epbenicridcn dcs'neuen Jah-res, welche die Astronomen deymAnfänge desselben ihren Fürstenüberreichte», und der erste ^Inw-nee rv),I in Frankreich enthielt,außer dem eigentlichen Kalen-der, einige Vorheisagungeu vondem Mondswechscl, den Atzungder Posten, die Hoffeste, dieMessen und Jahrmärkte dcS lau-fende» Jahres. Daher ist auchdie Ableitung aus dem Arabischen,wonach Almanach ein Ncu-jalwsgesckenk bedeutet, die wahr-scheinlichste. — Weil in einemAlmanach das Verzeichniß derTage, Wochen und Monate nichtdie Hauptsache ansmacht, so kannes auch Almanachc geben, diegar kein solches Verzeichnis, ent-halten, wie z. V manche Mu-senalmanache; und wo bloßvon Abtheilungcn des Jahres dieRede ist, kann nur Kalendergesagt werden. Man bat einenJulianische» Kalender, derdurch den Gregorianischen verbes-sert ist. Hier kan» man nicht A l-manach sagen.
Dälre. Frost, ü. Mangel anWarme. V. Kälte b.zeichneteinen jeden Grad dieses Mangels,Frost nur einen hoher». In derwissenschaftlichen Sprache fangtdie Kalte an, Frost zu wer-den, wenn sie das Wasser gefrie-ren macht, also, wenn sie nachdem Fahrenbcitischc» Thermome-ter den zrstcn Grad erreicht Bc-mihcilci, wir aber die Kälte bloßnach unserm Befühle, so nennen
wir sie alsdann Frost, wenn sieso groß ist, daß sie die Hautmerklich zusammenzieht. Schau-dern des Körpers und Zusammen-klappen der Zähne bewirkt. —Daraus gründet sich „och ein an-drer Unterschied zwischen Kaltund Frostig. Kalt heißt rinKörper an sich betrachtet; Fro -st ig, in Beziehung auf uns, so-fern er nämlich reu Schauder er-regt, wodurch sich die Empfin-dung des Frostes aukündlgt —Dieser letztere Unterschied zeigtsich auch bcy dem uiieigcntlicbenGebrauche dieser Wörter. Kaltist derjenige, dem es au warmerEmpfindung mangelt, so wie Las,>vaS diesen Mangel ausdruckt.Frostig hingegen >st das, wasin Andern das Gefühl nicht erregt,was es erregen soll, wie z B.ei» Trauerspiel, das keine Rüh-rung verbringt.
kalt. Lalksinnig u WerWey etwas kem merkliches Gefühlhat, sondern gleichgültig ist, soww auch, da«, was diese Gleich-gültigkeit ausdruckt V- Kaltdeutet aus diese Gleichgültigkeitüberhaupt, sie mag uns selbstoder Andre betreffen; Kaltsin,n i a mir auf die Gleichgültigkeitgegen Andre. Wer bey.einer dro-henden Gefahr keine Furcht fühlt,der bleibt kalt. Mau kann diesaber nicht kalt sinnig nennen.Wer hingegen aufhdrt, z» seinembisherigen Freunde Liebe zu em-pfinden, der wird kalt undkaltsinuig gegen ihn, auchsei» äußeres Betrage» gegen den-selben wird kalt und kaltsin-n i g.
Kamerad. Kollege» st. Per-N soneij,