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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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H u l Fis H u m

Hülse. Schale. Schelfe.Schote, ü. Äußere Bekleidun-gen gewisser Tbcile von Pflanzenoder tbierischen Körpern. D.Schale hat die allgemeinste Be-deutung. Denn fein Stamm istohne Zweifel in den nordischenDialecten 8K-Ir, bedecken. Esbezeichnet daher nicht bloß Beklei-dungen von Pflanzentkeilc», wiein Apfelschale; sondern auchvon thierischen Körpern, wie eineKrcbsschale. Hülse wirddagegen von thierischen Körper»nickt gebraucht. Ferner sind H ü l-sen immer biegsam, Schalenkönnen auch hart scyn, wie z. B-die äußere Schale einer altenEiche. Endlich bekleiden die Hül-sen nur den Saamen der Pflan-ze», Schalen aber auch andreTheile derselben. Insonderheitnennt man Hülsen solche Saa»menbchältnisse mancher Pflanzen,die aus zwey länglichen, durchzwei) Nahte an einander gesetztenStücken bestehen, worin der Sau-me befestigt ist; und die Saamendieser Pflanze» heiße» Hülsen«fruchte. In der Naturgeschich-te werden von den Hülsen dieSchoten lo unterschieden, daßman Hülsen sagt, wenn derSaame nur allein an der Ober-nath, Schoten, wenn er wcch-selsweise an der eine» und der an-dern sitzt. Die Erbsen habenHülsen» der Hederich hat Scho-te». Im gemeinen Leben aberwird auf diesen Unterschied nichtgesehen. Schelfe» sind wei-che Bekleidungen (Schale oderHaut), nachdem sie abgeschültssnd; z. B. die avgeschaltcn Scha-le» von Kartoffeln, oder die ab-

gegangcnc schuppige Haut von ei-nem Glicde des menschlichen Kör-pers. Das Wort ist aus Schel-me entstanden, und dieses ansGckelle, welches die niederdeut-sche Form von Schale ist.Humanitär. Menschheit.MensckMichkc i t. u. Dasje-nige, wodurch sich der Menschvon den chm verwandten Wr.se»unterscheidet. V. Menschheitwird zuvörderst in der Bedeutunggebraucht, daß es Len Inbegriffder Mensche» anzcigt. Man sagtz. B. Geschichte der Mensch-heit, d. i. des menschlichen Ge-schlechts. Alsdann aber ist die-ses Wort mit den beydcn an-dern nicht sinnverwandt. AlleinMenschheit bedeutet auch denInbegriff der wesentliche» Stücke,die zusammen das Wesen einesMenschen ausmachsn. Da nunin diesem abstrakten Begriffe dieSchranken und Unvollkommcn-hriten nicht mit gedacht wer«-den, die sich in Len einzelne»Menschen suchen; so ist dieMenschheit ein Ideal, dasin keinem Menschen rein cxistirt,dem sich der Einzelne nur mehroder weniger nähert. Zu demWesen de» Menschen gehören abernicht allein solche Stücke, die ihmeigenthümlich sind» sondern auchsolche, die er mit andern, höher»oder niedriger», Wesen gemeinhat. Was ein; eigenthümlickeEigenschaft des Menschen, oder ei-ner solchen gcmäß ist, heißtMenschlich, und der Inbeg! iffdieserLigcnschaften ist dieM e n s ch-lichkcit. Zn der M ensch lich-keit gehören daher zuvörderst dieVollkommenheiten, wodurch sich

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