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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Hel 2Oi

fen. Ein heiteres Kunüth befor,dert die Gneliiug eines Kruken,sofern es dieselbe erleichtert undbeschleunigt; es trägt dazu b e y,sofern cs zu den Arzneymittelnals eine M tursache hinzukbmmt,und Mit diesen zur Genesung mit,wirkt? es hilft dazu/ sofernvbue daffelbe die Arzneystiitkelnicht wurden wiiksam gewesengcw s»n seyn.

Hell. Llar Heiter. ü Wasviel Licht hat. V. Hell ist einKörper, sof>!rn Licht von ihm aus,geht, scy es eigenes, oder fr>m-des, znrückgeworfcncs Licht. DieSonne, der Vollmond, brennen-des Feuer u. s. f. sind hell.Klar ist cm Körper, sofern erLas Licht durchlaßt, und also durch-stetig ist. Die Lust ist klar,wen» sie nicht-mit undurchsichtigenDüusteu angefullr ist, die dieLichtstrahlen nicht durchlaffen.Das Klare stehet also dem T r n»be», so wie das Helle demDunkeln entgegen. (S. Dun-kel. Trübe.) Heiter heißtdas Helle in sofern, als es dirSeele zum Vergnügen stimmt,uns es stehet also das Heiteredem Düster» entgegen. (S.Dunkel. Düster.) Ein heitererFrühlingstag bringt eine angeneh-me Gemüthsstimmung hervor.Die angegebenen Unterschiede zei-gen sich auch bcy dem uneigentli-cheu Gebrauche dieser Wörter.Ein Heller Verstand bat vielgeistiges Licht. Durch dieses Lichtwerden ihm viele Dinge sichtbar;er kann vieles erkennen, was fürandere verborgen ist. KlareWorte lassen gleichsam die Ge-danken leicht durchscheinen, sie

Her

enthalten nichts, was cs verhin-derte , ihren Sinn zu erkennen.E:n Heller Ton kann weit gehörtwerde», so wie man das Helleim eigentlichen Sinne weit sehenkann; und eine klare Stimmeist nicht rauh, cs ist ihren Tönennichts Unröneudes bepgemischt,so wie Las eigentliche Klarenichts enthalt, wodurch es un-durchsichtig wird.

Heilig. Durstig. ü. WerDurst empfindet. V. Durstigbezeichnet diesen Begriff schlecht-hin, wie von selbst klar ist.Hellig aber hat auch den Ne-benbegriff einer sehnenden Begier,de zu trinken, und deutet also mitvieler Kraft auf einen hohen Graddes Dunstes. Dah r verdientedieses Wort, das nur noch iuNi.dersachscn üblich ist, wiederallgemeiner zu werde». Es hatsonst auch müde bedeutet, undzwar insonderheit diejenige Mü-digkeit, die Lurch geschwindesGehen bey heißem Wetter entsteht;wie seine wahrscheinliche Ver-wandtschaft mit Eilig und demNiedersachsischeu Hille andcu-tet. Da nun aber durch einesolche Anstrengung der Kräfte auchein starker Durst bewirkt wird; sohat das Wort durch eine gewöhn-liche Metonymie die Bedeutungbekommen, diesen Durst anzuzei-gen.

Her. Hin. st. Diese Nebenwör-ter werden gebraucht, die Rich-tung einer Bewegung in Absichtaus einen gegebenen Ort zu be-stimmen. V. Hin bezeichnet dieRichtung, wodurch sich das Be,wcgte dem gegebenen Orte nähert;Her die Richtung, wodurch es

sich