soo
1
«
Hel
Hel
Gebrauche widmet, so wird auchvorzüglich in diesen Fallen Wenhon gesagt. — Alsdann istWeihen mit Heiligen einer-ley, Eine Kirche ist der Andachtgeweiht und geheiligt. Al-lein Weihen wird auch gebraucht,wenn etwas einem bösen Wesenoder dem Untergange, dem Ver-derben gewidmet wird. Heiligenhingegen nicht. Man pflegte sonstauch de» höllischen GottheitenPersonen und Sachen zu weihen,aber nicht zu heiligen. DieÜberreste eines Verstorbenenweih t mau der Verwesung wennman sie bei) dem Leichenbegäng-nisse dem Sckooße der Erde über-giebt - aber man kann nichl sagen,daß man sie der Verwesung hei-lige. — Dieser Unterschied grün»det sich'auf die ursprüngliche Be-deutung von Heilig, wonaches so viel ist, als Un v er l e tz l ich,(S. Heilig. Unverletzlich).—Aust^rdem wird ab>r auch Hei»ligen in derBedcutung gebraucht,daß es anreigt: moralisch voll-kommner machen. Der GeistGottes heiligt die Menschen,wenn er sie von Lastern reinigtund sittbcb bester macht. DieseBedeutung gründet sich darauf,daß heilig auch mit tugend-haft sinnverwandt ist (S- Hei-lig. Tugendhalt) <
Helfe». Verstehen, st. Zuetwas Mitwirken, was ein andererhervorzubringen strebt. V. Hel-fen bezieht sich auf die hervor-zubringende Wirkung, und be-zeichnet das Befördern derselben.Beystehen bezieht sich auf diePerson, welche diese Wirkunghervorzubringen strebt, und deu-
tet an: daß man ihr etwas erweise,daß mangleichsam beyihrstebe,in der Absicht, seine Kräfte mitden ihrige» zu vereinigen. Da- Iher kann Helfen schlechtweg !gesagt werden, Bev stehen aber 'nur in Verbindung mit dem, wel-chem beygestanden wird. Manmuß helfen, wo man kann,und seinen Neben Menschenin der Noch beystehen. —Ferner, weil Beystehen Ab-sichten einschlicßt, so wird es nurvon Personen; Helfen auch ^von andern Dingen gesagt. Wenn ^ein Pfeiler nicht binrcicht, einGebäude zu unterstützen, so mußman zwey errichten. Alsdannhilft der eine dem andern dasGebäude tragen; aber er stehet ^ihm nicht bey. Wer aber seine .Amtsgcschäffte nicht allein verrich-ten kan», der muß sich ein n Ge-hst l f e» nehmen, der ihm darin ^bcystchet. j
elfen. Beiträgen. Be, !fördern, si. Die Hervorbrin« ,g»ng einer Wirkung erleichtern.
V. Dies wird durch Befördernohne weitern Nebenbegriff ausge-druckt. Denn der Ableitung nachbcdeutetB« fördern: weiter vor >bringen. Was ^ins aber ene ^Wirkung erleichtert, das bringtuns derselben näher. Denn esmacht, daß wir sie in kürzererZeit erreichen können. — Bc»-tragen, wird von dem gesagt,was die Hervorbringung einer ^Wirkung dadurch erleichtert, daßes eine Mitnrsache davon ist; dieübrig'» Ursachen mögen nun schonfür sich allein die Wirkung ber-vorbringen könne/oder nicht. Indem letztem Falle ist cs ein Hel-fen.