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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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Her

Her

sich von demselben entfernt. DiePost kommt von Breslau derund fährt nach Berlin binEben diesen Unterschied beobachtetmau, wenn von Veränderungendie Rede ist, die man auf Zeit»Punkte beziehet. Diese Gewohn-heit kömmt von alten Zeiten her,und wird noch bis zu einer fernenZukunft hin dauern. Wennder Redende die Richtung des be-wegten Dinges auf sich beziehet;so sagt er her, sofern sich dasselbeihm nähert; denn alsdcnn entferntes sich von dem Orte, von welchemes ausgieng. Er sagt aber hin,sofern sich dasselbe von ihm wegbewegt: denn alsdann denkt ersich diese Bewegung als eine An-näherung an eine» andern Ort.Er kam erst zu mir her, unddann gieug er wieder dort hin.Auch in Len mit Her und Hinzusammengesetzten Wörtern findetder angegebene Unterschied Statt.Komm zu mir herab, oder ichwill zu. dir hinauf kommen.Wir gingen in den Garten hin-aus, und bald darauf kamen auchdie übrigen zu uns heraus.

Herr. Eigenthümer. ü. Werdas ausschlicsscnde Recht bat, überein Ding zu verfügen, was seinerWilikühr beliebt. V- Eigen-thümer bezeichnet bloß diesenBegriff. Es kann daher kein Menschder Eigenthümer eines an-der», sondern nur Eigent Hu-mor einer Sache seyn. Dennkein Mensch kann das Recht haben,«inen andern bloß nach seiner Will-kühr zu behandeln, und folglichauch über die Substanz, desselbennach Willkühr zu disponiren.Herr wird zwar, wenn von Sa-

chen die Rede ist, gebraucht, denEigenthümer anzuzcigen. InBeziehung auf Personen aber !nimmt man es auch in der Bedeu-tung , daß es denjenigen bezeich-net, der das Recht hat, Ander» lvorzusckrcibc», was sie thun und !lassen sollen. Und das ist seineurssrüugliche Bedeutung, wenncs von klerus herkömmt. Dennder Hsrus war derjenige, der rashäueliche Regiment hatte.

Herrlich. Vortrefflich, ü.Was einen höhern Grad von Voll-kommenheit hat. B Vortreff-lich ist dasjenige, das sich durchsine Vollkommenheit vor viele»andern Dingen auszeichnet, odersie üb er trifft. Insonderheitgehet dieses Wort ans innere Voll-kommenheit. Ein vortreffli-cher Mann ist durch seine inneremoralische Vollkommenheit vorvielen andern ausgezeichnet H err-lich ist das, was den höchsten ,Grad der Vollkommenheit hat.Dieses Wort aber gebet insbeson-dere auf äussere Vollkommenheit,wodurch das Ding glänzt. Beyeinem heitern Morgen, auf einemhoben Gebirge, gewährt der Auf-gang der Sonne einen herrli-chen Anblick. Der Ausdruck ist ^hergenommen von dem Glanze, !der einen großen Herrn umgiebt.Daher wurde auch sonst in derstaatsrechtlichen Sprache Herr-lichkeit für Majestät gesagt,und Herrlichkeiten warenMajestätsrechtc.

errschen. Regieren, ü-Die Handlungen anderer bestim-men. V. Herrsche» (S-Herr re.) hat weiter keine», Re-giere» aber den Nebcnbegrifs: idaß

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