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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
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Heg 197 Hei

zwey Faden zusammen, wennman sie vermittelst eines Knotensverewigt. Man heftet zwei)Dogen Prpier zusammen, wennn.'an mit der Nadel einen Fadendurch dieselben ziehet, der sie ver-einigt. Bepdes ist aber zugleichauch ein Binden. Denn so-wohl die beydcn Faden, als auchdie beyden Vogen Papier (wiez V- in einem Buche) sind nunzusammen gebunden. Alleinman bindet auch, wo man wederheftet noch knüpft. Manbindet ein Faß, wenn manReifen darum legt, man ver-bindet eine Wunde, wenn mansic mit L 'inwand umwickelt; nacheinem Platzregen ist das Erdreichgebunden u s. f. In diesenFallen kann weder Heften nochK n üpfe n gesagt werden.

Hege», pflege», warten,ü. Für die Vollkommenheit einesDinges sorgen. V. Dazu gehört,daß man alles, was ihm nachthei-lig ist, abzuwenden, und alles,was ihm gut ist, zu befördernsuche. Hegen bezeichnet daserstere, Pflegen das andre undWarten beydes. Denn He-gen stammt ab von Hage,Zaun, welches auf den Begriffder Veschützung führt- SichPflegen sagt man aber anstatt:sich güilich thu» ; und wer einenKranken warten will, der mußnicht bloß alles übel und Unge-mach von ihm abzuwenden su-chen , sondern sich auch bestreben,alles zu thun, was ihm nützlichund angenehm scyn kan»: er mußihm die Arzncyen zu rechter Zeiteingeben, den Arzt, wenn es-thiz ist, herbey rufen, u. s. s.

Hehr. Erhaben, il. Wasden höchsten Grad der Größe bat.V- Erhaben bezeichnet diesenV griff schlechtweg: Hehr batden Nebenbcgriff, daß der Gegen-stand einen ehrfurchtsvollen Schau-er errege. Man glaubt, daß die-ses Wort mit dem lateinischenkvrrsre verwandt s,n, und in denaltern Zeiten gebrauchte man esauch von demjenigen, der sichdurch Tapferkeit furchtbarmachte.

Heide. Holz. Wald Hain.Forst, ü- Ei» Inbegriff zursammenstehender Baume B-Holz und Wald bezeichnendies» Begriff am allgemeinsten,aber mit dem Unterschiede, daßWald auf die Menge de- V u-me, und Holz auf die Materiederselben (daß sie nämlich ausHolz besteh ) Hinweises. W>nndaher vorzüalich die Menge derBaume in B.tr-ichtlllig gezogenwird, so gebraucht man Wald.So sagt man: wer Harzwald,nicht: dasHarzholz, oder: dasKorn steht so dacht wie ein Wald,aber nicht wie ein Holz.Heide ist eigentlick ein sandigeroder sonst unfruchtbarer StrichLandes, wo nicht viel wachst.Wen», also dieses Wort anstattHolz gebraucht wird, so bedeu-tet es ein Hol; aus einem solchenBoden, worin deshalb die Bäu-me anch nicht so dicht stebe», alsin ander». In der Maik werdendie Wälder Heiden genannt,weil sie wegen des sandigen Bo-dens nicht dicht sind. Hainnannte man sonst ein solches Ge-hölz, worin man einer Gottheitopferte, von der mau glaubte,

daß