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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
187
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Hall >^7 Ham

rr aber nicht eine hagerePfründe nennen.— Noch unter-scheide» sich beyde Wörter da-durch, daß hager edler ist; sowie m der Regel alle Wörter, dieeinen belebten Gegenstand vonSeiten seiner Form (des Sitzesder Schönheit) bezeichnen, edlersind als diejenigen, die sich aufseine Ma erie beziehen.

Hall. Schall. Laut. Rlang.To», ii. Was du ch das Gehörempfunden wird. V. Dies wirddurch Laut ganz allgemein aus-gedruckt- Ern stärkerer Laut,von welcher Art er auch sey, istein Schall. — Einen Hallnennen wir einen solchen Schall,den wir uns ohne Beziehung aufeine» schallenden Körper vorstcllen.Er ist die bloße, durch das Gehörempfindbare Bewegung der Luft,für sich betrachtet. So heißt das,was wir noch hören» wenn emschallender Körper schon aukqchörthat zu schallen« der Nachhall.—Ein Klang ist ein stätig fortdau-ernder und nur allmählich ver-schwindender Schall oder Laut.Ein Schall oder Laut kannauch ein einzelner abgebrochenerSchlag ans d 'S Gekör seyn, derkeine stäüge Dauer hat. Einegespannte Saite klingt. Wen»van aber mit : cm Hammer aufein Brett schlagt, so giebt dasnur einen Schall oder Laut,ober keinen Klang. — DiePhysik lehrt, daß ein Klangum so Köder oder tieler ist, je ge-schwinder oder langsamer die kuft-schwingungcn find, aus denen erbesteht. Sof.rn mau unterschei-de» kann, wie koch oder lick ei»Klang sev, heißt er eia Eon.

Wer den Ton wissen will, deneine Saite angibt, der will wis-sen , wie koch oder tirf derKlangderselben se». — Von Hallenist, durch Vorsetzung des verstär-kenden G, Gellen gemacht.Dies bedeutet also: einen durch-dringenden Schall von sich ge-ben, dessen Eindruck auch nochnachher in den Ohren fortzuLauerirscheint.

Halm. Ä hre. u- Die einzelnenStengel der Graser, insonderheitdes Getreides. V. Äbre ,st derobere Theil eines solchen Sten-gels, in welchem die Körnet sitzen,und Halm eigentlich der untereTheil, der die .ihre tragt. Alleindurch den gewöhnlichen Tropus,der das Ganze mit dem Thcile ver,tauscht, werden beyde Wörterauch gebraucht, Len ganzen Sten-gel zu bezeichnen.

Hämisch. Türkisch, u. Werauf eine versteckte Art boshafthandelt. (S Gottloser re.) V>Tückisch bezeichnet den Boshaf-ten mehr von der Seite der Heim-lichkeit, womit er zu Werke gehet rweswegen auch oftheimtückischgesagt wird. Denn cs kömmt hervon dem alten luKken, fick nie«dcrbücke», um nickt gesehen zuwerden, (S.Gottloserrc.) Hä-misch gehet mehr auf die Freudeüber das Gelingen der boshaftenStreiche. Den» es kömmt hepvon'Hamen, fangen.

, animel. Schöps, ü. Ei«verschnittener Schafbock. V.Schöps kömmt ohne Zweifel

her von 8clwp, her ni-Lerdcutn-prn

Form des Wortes Schaf./ Esbezeichnet daher einen verschnitte-nen Schafbock von seiner Dumm-heit.